Freiburg, 13.10. Heute war Richtfest fĂŒr den groĂen Quartiers- und Jugendtreff mit viergruppiger Kita
Von den Kleinsten bis zu Senioren: Das 16,5-Millionen-Euro-Projekt kommt allen Generationen zugute
Das BestandsgebĂ€ude Breisacher StraĂe 76 gehört zum Ensemble der ehemaligen Kasernenanlage âBreisacher Hofâ, die heute ĂŒberwiegend als WohngebĂ€ude genutzt wird. Die Anlage stammt aus der Zeit um 1900 und ist das letzte MilitĂ€rensemble in Freiburg, das im Ă€uĂeren Erscheinungsbild noch nahezu vollstĂ€ndig erhalten und erlebbar ist.
Seit Herbst 2025 baut die Stadt gemÀà dem gemeinderĂ€tlichen Beschluss (G-24/174) fĂŒr den Breisacher Hof einen groĂen Quartiers- und Jugendtreffs neu und um. Heute nun stand das Richtfest fĂŒr das 16,5-Millionen-Euro-Projekt an. Dabei betonte der Erste BĂŒrgermeister Martin Haag: âWas wir als Ausgangspunkt hatten, war eine 125 Jahre alte Kaserne. Die Kolleg*innen bei der Stadt schaffen zusammen mit den PlanungsbĂŒros, den TrĂ€gern der Einrichtungen, den Handwerker*innen und den Menschen im Quartier daraus einen Ort, an dem Nachbarschaft wirklich gelebt werden kann. Wir freuen uns, dass wir mit dem heutigen Richtfest einen groĂen Meilenstein feiern können.â
BĂŒrgermeisterin Christine Buchheit: âHier am Breisacher Hof bekommen 60 Kinder eine neue Kita, Jugendliche Platz fĂŒr ihre eigenen Ideen und die Nachbarschaft einen gemeinsamen Treffpunkt. Dass all das unter einem Dach zusammenkommt, finde ich besonders schön. So können sich Menschen verschiedener Generationen auch im Alltag begegnen.â Das bisherige Sozial- und Jugendzentrum hatte eine Kita, die zuletzt und in der Bauzeit zwei U3-Gruppen mit 20 Kindern umfasst, dazu das Jugendzentrum Flash, den Quartierstreff und eine Schulkindbetreuung.
Das stĂ€dtische Immobilienmanagement (IMF) wird den vom Baubeschluss im Oktober 2024 vorgegebenen Kostenrahmen von 16,5 Millionen Euro voraussichtlich einhalten. Der eingeplante Zuschuss aus dem StĂ€dtebauförderungsprogramm âSozialer Zusammenhaltâ des Bundes betrĂ€gt dank einer Anpassung der Förderrichtlinien inzwischen 8,7 Millionen Euro; das ist knapp mehr als die HĂ€lfte der Gesamtkosten.
Aufgabe des IMF war (und ist) es, ein GebĂ€ude zu planen und zu bauen, das alle Erfordernisse einer modernen Kita erfĂŒllt, aber genauso Raum bietet fĂŒr ein Jugendzentrum, einen Senioren- und Quartierstreff sowie einen öffentlich nutzbaren Versammlungsraum â und all diese Nutzungen unter einem Dach unterzubringen, ohne dass sie sich gegenseitig stören.
Bei einer BaustellenfĂŒhrung vor Ort war zu erkennen, wie das gelingen soll: Die Kita ist mit allen wichtigen Bereichen im Erdgeschoss organisiert. Dabei waren zum einen die ZugĂ€nglichkeit aus den GruppenrĂ€umen direkt in den geschĂŒtzten Hof und die LĂ€rmbelastung von der Breisacher StraĂe zu beachten. Der Jugend vorbehalten ist ein groĂer zusammenhĂ€ngender Bereich, der flexibel nutzbar und mit wenig Personal zu betreiben ist.
Aktuell werden noch Restarbeiten am Rohbau erledigt. Die Dacheindeckung des Altbaus hat begonnen, der Anbau erhĂ€lt sein Dach gerade. Seit vergangener Woche wird die Baustelle mit den neuen Fenstern beliefert. Die Grabarbeiten fĂŒr den FernwĂ€rmeanschluss sind hergestellt, das LĂŒftungsgerĂ€t im Dachspitz ist eingebaut. Der KĂŒchenanbau wird Anfang November geliefert, dann wird auch die GefĂ€lledĂ€mmung im Neubau eingebaut. Diese Woche beginnen die Innenputzarbeiten, derweil wird der AuĂenputz abgeschlagen. Die Haustechnik geht Anfang November an den Start. Die Inbetriebnahme des GebĂ€udes ist fĂŒr September 2027 anvisiert, die Freianlagen werden bis Ende 2027 fertig gestellt.
Derweil saniert die Freiburger Stadtbau (FSB) seit Jahren und auch weiterhin die umliegenden WohngebĂ€ude im Breisacher Hof, ebenfalls mit Fördermitteln aus dem StĂ€dtebauprogramm âSozialer Zusammenhaltâ, so dass das historische Quartier immer besser an aktuelle Standards angepasst wird und bald eine moderne, stadtnahe Wohn- und LebensqualitĂ€t bietet. |