Stadtarchiv Freiburg, 15. Oktober
1976 drehte der Regisseur Jens-Peter Proll das Kammerspiel „Maximilian Dortu oder Nur die Toten kehren nicht zurück“. Es wurde im Februar 1977 im Fernsehen der DDR ausgestrahlt. Inzwischen ist der DDR-Film selbst ein Zeitdokument. Das Stadtarchiv, Neuer Messplatz 5A, zeigt ihn begleitend zur Ausstellung „Maximilian Dortu – Ein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit“. Bei der Filmvorführung am Donnerstag, 15. Oktober, um 17 Uhr ordnet der Leiter des Archivs, Dr. Florian Hoffmann, den Film historisch ein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei. Da die Kapazitäten begrenzt sind, sollte man sich anmelden unter: info@breisgau-geschichtsverein.de. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober 2026 zu sehen.
Maximilian Dortu (1826-1849) gilt als bedeutender Protagonist der Revolution von 1848/49. Geboren in Potsdam, vertrat er schon als Student demokratische und frühsozialistische Ideen und schloss sich im Frühjahr 1848 der Revolution in Berlin und Potsdam an. Nach einer kurzen Zeit im französischen Exil unterstützte er ab Mai 1849 den badischen Aufstand, zunächst als Militärkommandant für den Amtsbezirk Gernsbach, dann als Befehlshaber eines Bataillons der Freiburger Volkswehr bei den letzten Abwehrgefechten. Nach der Niederlage der Revolutionstruppen wurde er gefangen genommen, von einem preußischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 31. Juli 1849 auf dem alten Friedhof in der Wiehre hingerichtet. Seine Grabstätte ist bis heute erhalten. |