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Samstag, 3. Oktober 2026
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Bronzeplakette für ehemalige Karmeliterkirche in Weißenburg
Weißenburg: Ehem. Karmeliterkirche (c) DSD / Fridolin Stafani
 
Bronzeplakette für ehemalige Karmeliterkirche in Weißenburg
Zur Erinnerung an die private Förderung

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der GlücksSpirale Dachdeckerarbeiten zur Dachsanierung von Langhaus, Chor und Sakristei der ehemaligen Karmeliterkirche in Weißenburg mit 50.000 Euro unterstützen. Herbert Kurtok, Mitglied im Ortskuratorium Fränkische Stadtbaumeister, überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 6. Oktober 2026 um 13.00 Uhr eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ an Oberbürgermeisterin Eva Reichstadt. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die ehemalige Karmeliterkirche befindet sich inmitten der nördlichen Altstadt von Weißenburg. Die Klosterkirche wurde an der Nordseite des ehemaligen Holzmarktes, der heutigen Luitpoldstraße, errichtet. Das Kloster wurde 1325 durch Heinrich von Heideck unter Mitwirkung des Eichstätter Bischofs Graf Gebhard III. von Graisbach gegründet und durch König Ludwig den Bayern gestiftet. Nach der Reformation gingen die Klostergebäude 1544 in den Besitz der Reichsstadt Weißenburg über.

Chor und Langhaus der Saalkirche entstanden nach 1325. Später wurde das nördliche Seitenschiff erweitert. Einer Renovierung im Jahr 1670 folgte 1729 eine umfassende Barockisierung, die das Erscheinungsbild der Kirche bis heute prägt. Die Sakristei stammt aus dem 15. Jahrhundert. Zu den bedeutendsten Ausstattungsstücken gehören das Volto-Santo-Wandbild aus dem frühen 15. Jahrhundert im Chor sowie der Orgelprospekt von 1712.

Auch die ehemaligen Klostergebäude besitzen hohen denkmalpflegerischen Wert. Der Ostflügel ist ein zweigeschossiger Steildachbau des 14. Jahrhunderts mit einem rückwärtigen Anbau aus den Jahren 1470 und 1471. Zwischen 1981 und 1983 wurde die Anlage zu einem Kulturzentrum umgestaltet. Die frühere Klostergartenanlage dient seit ihrem Erwerb durch die Stadt im Jahr 1991 als öffentlicher Park.

Die ehemalige Karmeliterkirche gehört zu den über 680 Denkmalen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.
 
Eintrag vom: 03.10.2026  




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