Das Gebäude stammt im Kern aus dem frühen 19. Jahrhundert
Bei einem Pressetermin am Mittwoch, den 19. August 2026 um 15.00 Uhr überbringt Claus Brechter, Ortskurator Bad Wimpfen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag über 40.000 Euro für Schlosserarbeiten sowie Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen im Eingangsfoyer und Apothekerraum und am Apothekerschrank der Alten Apotheke an Denkmaleigentümerin Iris Kurz. Das Gebäude liegt im Stadtteil Lauffen-Stadt exponiert am Ostufer des Neckarkanals an der zur Rathausinsel führenden Brücke.
Das Bauwerk stammt im Kern aus dem frühen 19. Jahrhundert. Eine Apotheke ist an diesem Standort seit 1826 nachweisbar. Das Gebäude wurde von 1888 bis 1892 unter Einbeziehung älterer Bauteile, wie Keller und Fassade, umgestaltet. In der Nachkriegszeit wurden die Oberflächen und Teile des Zubehörs unter der Verwendung der Ausstattung des späten 19. Jahrhunderts erneuert. Zudem wurde in dieser Zeit an der Südostecke ein hakenförmiger Anbau mit Terrasse angebaut.
Das freistehende und längliche Gebäude ist zweigeschossig und mit einem Satteldach versehen. Das Haus besitzt eine verputzte Fassade mit abgesetztem Sockel und reduzierter Gliederung. Zur Straßenseite hin befindet sich ein knapper Geschossvorsprung, der mit einem Gesims betont wird. Nach Westen hin schließt sich eine Mauer mit eisernem Tor an, welche den Garten von der Straße abschließt.
Im Erdgeschoss befinden sich die Eingänge zum Apothekenladen und zum Wohnbereich. Das Gebäude ist mit einem großen tonnengewölbten Keller aus Werksteinen versehen, der nachträglich durch Ziegelwände in kleinere Nutzungsbereiche eingeteilt wurde und im Zweiten Weltkrieg als Schutzraum diente.
Die Alte Apotheke in Lauffen gehört nunmehr zu den über 440 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte. |