DRK, Malteser und DLRG behandeln beim Sea You Festival wieder mehr Patientinnen und Patienten
– Zahl der Kliniktransporte bleibt auf niedrigem Niveau
– Mehr als 3.000 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet
Freiburg (DRK/DLRG). Hinter den Rettungs- und Hilfsorganisationen liegt erneut ein arbeitsreiches Wochenende beim Sea You Festival am Tunisee. Während die Zahl der Patientinnen und Patienten im Vergleich zum Vorjahr etwas anstieg, blieb die Zahl der notwendigen Transporte in umliegende Kliniken weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
An den ersten beiden Veranstaltungstagen verzeichneten die Einsatzkräfte eine deutlich höhere Zahl an Hilfeleistungen und umfangreicheren medizinischen Versorgungen in den beiden Medical Centern als noch im vergangenen Jahr. Gleichzeitig zeigte sich erneut die eingespielte und organisationsübergreifende Zusammenarbeit von Deutschem Roten Kreuz, Maltesern und der DLRG Wasserrettung im Bezirk Breisgau.
Die Johanniter waren währenddessen für die sanitätsdienstliche Betreuung des parallel stattfindenden Zelt-Musik-Festivals in Freiburg verantwortlich.
Von Freitag bis Sonntag (17. bis 19. Juli) waren beim Sea You Festival mehr als 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte von DRK und Maltesern sowie rund 50 Wasserretterinnen und Wasserretter der DLRG Breisgau im Einsatz. Sie sorgten für die medizinische Versorgung und die Sicherheit der rund 70.000 Festivalbesucherinnen und -besucher an Land und auf dem Wasser.
Allein die DLRG leistete mit 85 Einsatzschichten mehr als 700 ehrenamtliche Einsatzstunden. Die Einsatzkräfte von DRK und Maltesern kamen gemeinsam auf rund 2.480 Stunden. Insgesamt wurden damit mehr als 3.180 Stunden ehrenamtlicher Dienst für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher erbracht.
Bis Sonntagabend wurden in den beiden Medical Centern 273 Patientinnen und Patienten behandelt. Zum Vergleich: 2025 waren es 199, 2024 insgesamt 329, 2023 206 und 2022 insgesamt 299 behandelte Personen. Teilweise wurden die Patientinnen und Patienten durch mehrere Ärztinnen, Ärzte und Notärzte gleichzeitig versorgt.
Lediglich fünf Patientinnen und Patienten mussten zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken transportiert werden. Damit blieb die Zahl der Kliniktransporte trotz der gestiegenen Patientenzahlen weiterhin niedrig. Im Vorjahr waren zehn Transporte erforderlich, 2024 waren es acht und 2023 insgesamt zwölf.
Insgesamt verzeichneten die beteiligten Hilfsorganisationen und die DLRG 699 Patientenkontakte (2025: 670; 2024: 850; 2023: 759). In dieser Zahl sind auch kleinere Hilfeleistungen wie die Versorgung kleinerer Verletzungen oder die Ausgabe von Pflastern enthalten.
Behandelt wurden unter anderem Platz- und Schnittwunden, Insektenstiche, Erschöpfungszustände sowie alkohol- oder substanzbedingte Beschwerden.
Jochen Hilpert, Vorstand des DRK-Kreisverbands Freiburg, zeigte sich vor Ort beeindruckt vom Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen: „Ich bin den vielen Helferinnen und Helfern außerordentlich dankbar. Sie leisten an solchen Wochenenden Großartiges und verdienen höchsten Respekt.“
Auch Matthias Weyand, Gesamtverantwortlicher des DRK Freiburg für den Sanitätsdienst beim Festival, zog eine positive Bilanz: „Das intensive ehrenamtliche Engagement aller Einsatzkräfte und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen, den Behörden und dem Veranstalter haben erneut maßgeblich zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen.“
Dieser Einschätzung schloss sich Mirko Bahr, Verantwortlicher Leiter Einsatz der DLRG im Bezirk Breisgau, an: „Dass eine Großveranstaltung dieser Größenordnung so reibungslos verläuft, ist das Ergebnis einer hervorragend funktionierenden Teamarbeit der 14 beteiligten DLRG-Ortsgruppen sowie der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen. Die kurzen Abstimmungswege und das große gegenseitige Vertrauen machen diesen gemeinsamen Einsatz jedes Jahr aufs Neue erfolgreich.“
Wie groß der personelle Aufwand inzwischen ist, zeigt auch der Blick auf die Herkunft der Einsatzkräfte: Unterstützt wurden die Freiburger Organisationen unter anderem von Helferinnen und Helfern aus den Landkreisen Ortenau, Rottweil, Lörrach, Waldshut und dem Schwarzwald-Baar-Kreis.
Für die Ehrenamtlichen von DRK und Maltesern geht der Einsatz bereits am kommenden Wochenende weiter. Beim Open-Air-Konzert der Toten Hosen in Freiburg werden sie erneut mit einem umfangreichen Sanitätsdienst für die Sicherheit von rund 50.000 Besucherinnen und Besuchern sorgen. |