In den Jahren 1766 und 1767 aufgrund eines Gelübdes des damaligen Schlossherrn errichtet
Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 16. Juli 2026 um 10.00 Uhr überbringt Herbert van Beek, Ortskurator Bamberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 17.000 Euro für Renovierungsarbeiten am Dach und der Dachkonstruktion der katholischen Filialkirche Heilig Kreuz in Scheinfeld Erlabronn an Pfarrer Josef Maria Michael. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.
Die Filialkirche Heilig Kreuz in Erlabronn wurde in den Jahren 1766 und 1767 aufgrund eines Gelübdes des damaligen Schlossherrn errichtet. Mit ihrem rechteckigen Langhaus und dem eingezogenen, halbrund geschlossenen Chor folgt sie einem für die Zeit gängigen Bauschema.
Besonders auffällig ist die nach Süden ausgerichtete Hauptfassade. Eckpilaster, Natursteinrahmungen, Rundbogennischen und ein geschwungener Volutengiebel verleihen dem Bau eine reiche ländlich-spätbarocke Gestaltung. Über dem Dach erhebt sich ein Dachreiter mit Zwiebelhaube.
Hervorzuheben ist zudem die reich ausgestattete Innenausstattung der Kirche. Besonders die Altäre in üppigen Spätrokokoformen sowie die frühklassizistischen Kreuzwegstationen ragen hervor. Insgesamt handelt es sich um eine bemerkenswerte Votivkirche, die eine eher handwerklich geprägte Architektur mit einer reichen Ausstattung verbindet und damit ein Dokument der Volksfrömmigkeit am Ende der Barockzeit darstellt.
Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 680 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat. |