Seit Beschluss des Rahmenplans im Dezember 2020 werden bedeutsame Teilbereiche des neuen Stadtteils Dietenbach weiter konkretisiert. Für den Landschaftspark „Dietenbachaue“ legt die Stadtverwaltung nun ein zukunftsweisendes Gestaltungskonzept vor. Es geht darum, einen der zentralen Freiräume des neuen Stadtteils zu einer naturnahen Parklandschaft unter Beachtung ökologischer Aspekte zu gestalten.
Dietenbach ist geprägt von drei großen Grünzügen, die den neuen Stadtteil gliedern. Neben dem Sport- und Bewegungspark, an der Schnittstelle zum Stadtteil Rieselfeld und dem zentral gelegenen Käserbachpark, entsteht noch der 9,5 ha großen Stadteilpark „Dietenbachaue“. Die Dietenbachaue ist etwa drei Mal so groß wie der Stadtgarten und wird ein wichtiger Naherholungsraum für die 16.000 Menschen im neuen Stadtteil. Der, von Auen- und Wiesenflächen geprägte Freiraum, verbindet den alten bestehenden Dietenbachpark im Südosten mit der offenen Wald- und Wiesenlandschaft im Nordwesten und dient damit gleichzeitig als wichtiger Frischluftkorridor zur Klimaanpassung.
Um Hochwasserschutz zu sichern, musste der Dietenbach im Vorfeld durch den Bau von Dämmen und Retentionsflächen ausgebaut werden, dabei wurde der Gewässerlauf durch begleitende Maßnahmen zudem ökologisch aufgewertet.
Beim Gestaltungskonzept für die neue Dietenbachaue standen die Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen vor der Herausforderung den zu erwartenden Besucherandrang im zukünftigen Park mit den sensiblen Naturbereichen in Einklang zu bringen. Hierfür werden unterschiedliche Gestaltungsbereiche angelegt, die in der Nähe des Bachlaufes dem Naturschutz gerecht werden, in der Nähe der Bebauung dagegen den Fokus auf die Freizeitnutzung legen.
Um den Dietenbach und den unmittelbaren Ufersaum zu schützen, werden Bäume, Sträucher und Wildstauden gepflanzt. Hier soll der respektvolle Umgang mit der Natur im Vordergrund stehen – nur an wenigen Uferstellen werden Besucher*innen gezielt an den Bach herangeführt.
Neben dem ufernahen Auenbereich und von diesem durch arten-blütenreichen Langgraswiesen als Puffer getrennt, laden Parkwegen zum
Spazieren oder Joggen ein, dazu gibt es auch etliche Sitzgelegenheiten. Im Zentrum des Parks befinden sich dann große Rasenflächen für Freizeitnutzungen wie Ballspiel, Yoga, Picknicken, Drachen steigen lassen und vieles mehr. An den Parkrändern – direkt an den Wohngebäuden – werden ausgedehnte Promenaden, Rasen-Terrassen mit vielen Sitzgelegenheiten sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten angeboten, die barrierefrei über Rampen und Wege zugänglich sein werden. Hier ist auch Außengastronomie geplant.
Die beigefügten Visualisierungen stellen den Charakter des Landschaftsparks in etwa 15 Jahren dar. Der erste Abschnitt des Parks soll allerdings mit Bezug der ersten Bewohner*innen zur Naherholung bereitgestellt werden. Zur genaueren Ausgestaltung der Freizeit- und Spielangebote wird es noch ein Beteiligungsverfahren geben. |