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Freitag, 3. April 2026
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Wildunfallrisiko im Frühjahr besonders hoch
Forstamt Freiburg bittet Autofahrer*innen um erhöhte Vorsicht

Alle 90 Sekunden ereignet sich in Deutschland ein Wildunfall. Neue Forschungsergebnisse der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg zeigen, dass Wildtiere, vor allem Rehe, im Frühjahr aktiver sind als sonst. Nach der Zeitumstellung fällt für viele Beschäftigte der tägliche Weg zur Arbeit, das Pendeln mit dem eigenen Auto, in die besonders wildtier-aktive Dämmerungszeit. Wenn Wildtiere besonders aktiv sind, queren sie auch Straßen. Und dann kann es eng werden…

Eine aktuelle Untersuchung des Wildtierinstitutes der FVA fand heraus, dass sich in der Woche nach der Zeitumstellung im Frühjahr 30 Prozent mehr Wildunfälle ereignen als in der Woche davor. Nach der Zeitumstellung im Herbst gibt es dagegen „nur“ 7 Prozent mehr Wildunfälle. An Wald-Feld-Grenzen ist die Wahrscheinlichkeit für Wildquerungen am höchsten, damit zu rechnen ist aber grundsätzlich überall. In Baden-Württemberg sind Rehe am häufigsten von Wildunfällen betroffen: Rund 15.000 fallen jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer. Gefolgt werden sie von Füchsen (etwa 1.500 pro Jahr), Wildschweinen (1.200) und Dachsen (1.000).

Was tun bei Wildunfällen? Wenn die Kollision nicht mehr verhindert werden kann, sollten Autofahrende bremsen und das Lenkrad festhalten. Generell gilt: Lieber den Zusammenstoß riskieren als das Fahrzeug unkontrolliert in den Gegenverkehr führen. Nach einem Unfall mit einem Tier muss die Unfallstelle gesichert werden: Warnblinker einschalten, Warnweste anlegen, Warndreieck aufstellen. Anschließend muss die Unfallstelle der Polizei unter 110 gemeldet werden. Die Polizei verständigt dann das örtliche Forstrevier oder den Jagdpachtenden.

An Wochenenden hat das städtische Forstamt einen Bereitschaftsdienst eingerichtet, der umgehend reagieren kann. In der Regel geht dann der zuständige Förster oder Jagdpächter vor Ort, birgt das tote Wild, tötet verletztes Wild schmerzlos und stellt eine Wildunfallbescheinigung aus. In den seltenen Fällen, in denen verletzte Wildtiere nicht am Unfallort sterben oder getötet werden, muss die Nachsuche mit einem geeigneten Jagdhund erfolgen. Das Leiden der Tiere soll so kurz wie möglich sein.

In jedem Fall bittet das Forstamt darum, im Frühjahr in der Dämmerung besonders aufmerksam zu fahren, nichts zu riskieren und im Interesse der Wildtiere immer die Polizei zu verständigen.
 
Eintrag vom: 03.04.2026  




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