Prolixletter
Mittwoch, 1. April 2026
  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf unserer Startseite !  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf unserer Startseite !
Uhr


Leipzig: Jubiläum für Pongoland – ein Meilenstein im „Zoo der Zukunft“
Orang-Utanweibchen mit Jungtier (c) Zoo Leipzig
 
Leipzig: Jubiläum für Pongoland – ein Meilenstein im „Zoo der Zukunft“
25 Jahre modernste Tierhaltung & Forschung unter einem Dach

Die Situation der vier Menschaffenarten in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten in Asien und Afrika ist dramatisch. Auf der Roten Liste der IUCN werden sie von „stark gefährdet“ bis „vom Aussterben bedroht“ geführt. Lebensraumzerstörung und Wilderei sind nur einige der Einflussfaktoren für den dramatischen Populationsrückgang in den letzten Jahrzehnten. Inmitten von Leipzig, in der weltweit einzigartigen Menschenaffenanlage Pongoland, lässt sich seit 25 Jahren ein anderes Bild beobachten: 45 Jungtiere wurden hier seit 2001 geboren und sind aufgewachsen. Der letzte Nachwuchs kam in der Schimpansengruppe in den Jahren 2024 und 2025 zur Welt (Martin, Bou und Evelyn). Im gleichen Zeitraum beherbergte Pongoland insgesamt über 100 Bonobos, Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas. Aktuell leben 49 Individuen in fünf Gruppen auf einer drei Hektar großen Fläche.

„Seit 25 Jahren ist Pongoland ein absoluter Publikumsmagnet und für mich persönlich ein emotionaler Ort, der mir immer wieder deutlich macht, welche Verantwortung wir als Zoos tragen: den uns anvertrauten Tieren die bestmöglichen Lebensbedingungen zu bieten und uns zugleich mit Nachdruck für ihren Schutz in der Natur einzusetzen. Gerade letzteres ist eine Mammutaufgabe, die wir nicht allein bewältigen können. Sie erfordert ein Zusammenspiel von Zoos, Naturschutzorganisationen, Forschungsinstitutionen und der Politik. Mit dem Max-Planck-Institut an unserer Seite haben wir einen starken und verlässlichen Partner, dessen Grundlagenforschung zu den kognitiven Fähigkeiten der Menschenaffen entscheidende Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Fähigkeiten unserer nächsten Verwandten liefert und unsere Arbeit hier in Leipzig sowie den ex-situ Artenschutz nachhaltig unterstützt“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die besondere Bedeutung der Anlage und der Forschungskooperation zusammen.

Die Eröffnung am 1. April 2001 war für den Zoo Leipzig ein gelungener Auftakt im Transformationsprozess zum „Zoo der Zukunft“. Ermöglicht wurde die Menschenaffenanlage durch die Max-Planck-Gesellschaft, die im Jahr 1997 die Entscheidung traf, in Leipzig das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum) zu gründen.

Ausschlaggebend war auch die Expertise des Zoos in der seit Ende des 20. Jahrhunderts andauernden Haltung von Menschenaffen. Seitdem gilt Pongoland als ein außergewöhnlicher Ort der weltweit einzigartigen Verbindung von internationaler Forschung, modernster Tierhaltung und öffentlicher Wissensvermittlung.

„Das Wolfgang-Köhler-Primatenforschungszentrum ist einzigartig, weil wir hier an einem Standort kontinuierlich mit allen vier Menschenaffenarten forschen können“, sagt Daniel Haun, Direktor der Abteilung für Vergleichende Kulturpsychologie am MPI-EVA. „Dass wir Forschung, Tierwohl und Transparenz für die Besucherinnen und Besucher so eng miteinander verbinden können, beruht ganz wesentlich auf der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Zoo Leipzig.“

Ostern im Zoo: Das Pongoland-Jubiläum wird sich inhaltlich auch im kunterbunten Osterprogramm widerspiegeln. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben für die Menschenaffen verschiedene Osterüberraschungen gebastelt und verteilen sie im Zuge der täglichen Fütterungen und Kommentierungen um 13.30 Uhr. Ergänzend dazu bietet das Max-Planck-Institut spannende Einblicke in seine Forschungsarbeit vor Ort. Einen exklusiven Blick hinter die Kulissen von Pongoland ermöglichen die XXL-Kulissenblicke, die an verschiedenen Tagen gebucht werden können. Auch medial wird das Jubiläum gewürdigt: Das Spezial „Pongoland – Ein Haus für Menschenaffen“ der Sendung Elefant, Tiger & Co. wird am Karfreitag um 20:15 Uhr im MDR Fernsehen gezeigt.

Kreative Bastel- und Mitmachaktionen, wie Eierlauf oder andere Geschicklichkeitsspiele, Ferientouren, Kulissenblicke im Aquarium oder bei den Tüpfelhyänen, aber auch die Lesungen der Autorin Nicole Bösch aus ihrem Werk „Knolles Reise: Abenteuer in Illnau“ runden das österliche Programm ab. Und auch das traditionelle Stockbrotgrillen am Lagerfeuer ist für das Osterwochenende vorbereitet.

Weitere Informationen zum kompletten Osterprogramm finden Sie auf der Webseite des Zoos
Mehr
Eintrag vom: 31.03.2026  




zurück
freiburger-stf.jpg
oekoplus.gif
gruenequellen.jpg
historixBanner.jpg

Mittagstisch-in-Freiburg




Copyright 2010 - 2026 B. Jäger