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Dienstag, 10. März 2026
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Blütenmeer in der historischen Gewächshauszeile
Bei Azaleen steht die Blüte noch bevor (c) Wilhelma Stuttgart / B. Meierjohann
 
Blütenmeer in der historischen Gewächshauszeile
Azaleenblüte in der Wilhelma nähert sich ihrem Höhepunkt

In der ersten Märzhälfte verwandelt sich das Azaleenhaus in der historischen Gewächshauszeile der Wilhelma in ein leuchtendes Blütenmeer. Die Azaleen präsentieren sich derzeit in Hochform und markieren den gärtnerischen Höhepunkt des Spätwinters im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart. Besucherinnen und Besucher erwartet ein eindrucksvolles Farbenspiel.

Bereits seit Ende Januar sorgen Kamelien im benachbarten Gewächshaus für ein aufsehenerregendes Farbspiel, nun stehen die ersten Azaleen in voller Blüte. Die Pflanzen sind kunstvoll arrangiert – als üppige Büsche, Hochstamm-Bäumchen oder in Pyramidenform geschnitten. Besonders imposant sind die bis zu zwei Meter hohen Azaleenpyramiden, deren Pflege viel Erfahrung erfordert. „Nach den sonnigen Tagen seit der letzten Februarwoche haben die Azaleen richtig Gas gegeben. Einige frühe Sorten stehen schon in voller Blüte. Aufgrund unserer Sortenvielfalt werden wir aber auch noch die kommenden Wochen viel Freude an der Azaleenblüte haben“, erklärt Gärtnermeister Marcus Hoffmann.

Botanisch gehören Azaleen zur Gattung Rhododendron innerhalb der Heidekrautgewächse. Die Stammform vieler heute kultivierter Sorten ist Rhododendron simsii, die sogenannte Indische Azalee. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in den Bergregionen Ostasiens, insbesondere in China, wo sie auf sauren, feuchten Böden wächst. Charakteristisch sind die festen, teils immergrünen Blätter sowie die enorme Farbvielfalt der Blüten, die von Weiß über Rosa- und Rottöne bis hin zu Purpur reichen. Ende des 17. Jahrhunderts gelangten die ersten Exemplare nach Europa; im 19. Jahrhundert setzte eine intensive Züchtung ein. Weltweit entstanden rund 2.000 Sorten, von denen viele heute nicht mehr erhalten sind. In Deutschland sind derzeit noch etwa 700 Sorten dokumentiert.

Mit rund 90 Arten und Sorten zählt die Wilhelma zu den bedeutendsten Azaleensammlungen in Deutschland. Darunter befinden sich historische Pflanzen, die noch auf König Wilhelm I. von Württemberg zurückgehen und seit mehr als 170 Jahren in Stuttgart kultiviert werden. Anders als von vielen Besucherinnen und Besuchern der Wilhelma häufig vermutet, verströmen Azaleen selbst kaum Duft. Das intensive Aroma im Gewächshaus stammt überwiegend von Hyazinthen und anderen Begleitpflanzen.
 
Eintrag vom: 08.03.2026  




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