Prolixletter
Samstag, 7. März 2026
  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf unserer Startseite !  --- Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter auf unserer Startseite !
Uhr


Filmtipp: Marty Supreme
 
Filmtipp: Marty Supreme
USA 2025, 149 Minuten
Regie: Josh Safdie
Darsteller: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Fran Drescher, Tyler the Creator

New York in den 1950ern. Marty ist Schuhverkäufer im Laden seines Onkels, doch er hat größere Pläne: Er will Weltmeister im Tischtennis werden. Dazu muss er an einem Turnier in London teilnehmen – doch er verliert das Finale. Nun setzt er erst recht alles auf eine Karte… Josh Safdies jüngstes Werk ist ein Meisterstreich: fiebrig, elektrisierend, voller chaotischer Energie und zugleich absolut kontrolliert – und Chalamet spielt auf einem völlig neuen Level!

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis werden und so in den Olymp der gefeierten Athleten aufsteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, riskiert der junge New Yorker alles, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssey eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg wirklich alles aufs Spiel zu setzen. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß… Angelehnt an die Biografie des legendären Tischtennisspielers und Lebemanns Marty Reisman erzählt Josh Safdie in seiner ersten Regiearbeit ohne seinen Bruder Benny keine klassische Underdog-Story oder gar ein euphorisches Sportdrama, sondern eine nervenzerreibende, in den Kinosessel fesselnde Charakterstudie vom Aufstieg eines exzentrischen Tischtennis-Genies in Form eines rastlosen Trips durch Ego, Obsession und Selbstzerstörung. Die Handschrift des Autors ist unverkennbar: pulsierende Kamera, verdichtete Dialoge, permanenter Druck. Jede Szene wirkt, als stünde sie unter Strom und zeugt vom inneren Vakuum eines Mannes, der gewinnen muss, um sich überhaupt zu spüren. MARTY SUPREME ist laut, unbequem und hypnotisch – ein kraftvolles, kompromissloses Porträt von Größenwahn und Einsamkeit. Der großartige Timothée Chalamet spielt Marty mit nervöser Intensität: charmant, arrogant, verletzlich – und jederzeit kurz davor, sich selbst zu sabotieren. Eine absolut oscarreife Darbietung des Schauspielstars, die mit einer Inszenierung zusammentrifft, die Tischtennis so spannend macht wie einen Thriller – meisterhaft!

Läuft im Friedrichsbau Freiburg
 
Eintrag vom: 05.03.2026  




zurück
freiburger-stf.jpg
oekoplus.gif
gruenequellen.jpg
historixBanner.jpg

Mittagstisch-in-Freiburg




Copyright 2010 - 2026 B. Jäger