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Donnerstag, 19. Februar 2026
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Vorbereitungen für die Brutsaison
Eselspinguin © Zoo Basel
 
Vorbereitungen für die Brutsaison
Während der Wintermonate bereiten die Tierpfleger:innen im Zoo Basel die Vogelanlagen für die Brutsaison vor. Volieren werden neu eingerichtet, Nistkästen gereinigt und Pflanzen zurückgeschnitten. Aber auch neue Verpaarungen werden durchgeführt. Ausserdem erfolgt die Futterumstellung, welche die Brutaktivität der Vögel anregt, bevor Brut und Aufzucht beginnen.

Im Winter brüten im Zolli nur wenige Vogelarten. Diese Zeit nutzen die Tierpfleger:innen für Arbeiten wie Rückschnitte an Bepflanzungen oder Reinigungen, die während der Brutsaison die Vögel stören könnten. Auch Nistkästen, die nach der Brutzeit abgehängt wurden, werden gereinigt, kontrolliert und bei Bedarf instand gestellt. Zudem richten sie Volieren und Anlagen neu ein.

Nistplätze frisch hergerichtet
Mit dem Abschluss der winterlichen Unterhaltsarbeiten richtet sich der Fokus im Zoo Basel auf die bevorstehende Brutsaison. In den kommenden Wochen werden in den Volieren des Vogelhauses wieder Nistkästen für Höhlenbrüter angebracht. Zusätzlich platzieren die Tierpfleger:innen gezielt kleine Körbe oder Gitterplattformen in der Bepflanzung. Einen Grossteil des benötigten Baumaterials finden die Vögel in ihren Anlagen selbst. Pflanzenfasern, kleine Zweige oder geschnittenes Schilf stehen zur Verfügung. Ergänzend stellen die Tierpfleger:innen weiteres Material bereit. Während viele Vogelarten ihre Nester eigenständig und ohne Hilfsmittel bauen, nehmen einige vorbereitete Nisthilfen gerne an. So erhalten Eselspinguine (Pygoscelis papua) beispielsweise kleine Steine für den Nestbau, während Visayas-Hornvögel (Penelopides panini) Lehm für den Verschluss ihrer Bruthöhlen bekommen.

Neue Paarbildungen
Die Wintermonate bringen nicht nur Arbeiten innerhalb der Anlagen, sondern auch Veränderungen bei den Vögeln mit sich. Paare, die nicht harmonieren oder keinen Bruterfolg gehabt haben, werden nach Möglichkeit neu verpaart. Dabei gibt es mehrere Vorgehensweisen: Bei Arten, von denen im Zoo Basel mehrere Paare gehalten werden, erfolgt die Neuverpaarung bevorzugt mit Tieren aus dem eigenen Bestand. Ist eine Neuverpaarung aus dem eigenen Bestand nicht möglich, tauscht der Zoo Basel Vögel mit anderen Zoos aus – insbesondere im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen und auf Empfehlung der zuständigen Koordinatorinnen bzw. Koordinatoren. In manchen Fällen genügt es auch, Partnertiere in eine andere Voliere zu setzen.

Ernährungsumstellung
Zu Beginn des Frühlings passt der Zolli das Futter bei verschiedenen Vogelarten an. Viele Arten ziehen ihre Jungvögel mit Insekten auf oder benötigen während der Brutsaison mehr Protein als im restlichen Jahr. Die Futterumstellung signalisiert den Vögeln, dass ausreichend Nährstoffe für die Aufzucht von Küken vorhanden sind, was bei manchen Arten den Brutbeginn auslösen kann.

Brutstimmung
Ab März steigt bei den Zoo-Vögeln die Brutstimmung. Flamingos verbringen immer mehr Zeit mit ihrem ritualisierten Balztanz, Singvögel werben mit ihrem Gesang um Partner und eifrig wird Nistmaterial an geeignete Plätze getragen und verbaut. Danach heisst es für die Tierpfleger:innen zu beobachten, welche Arten in diesem Jahr erfolgreich aufziehen.
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Eintrag vom: 19.02.2026  




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