Zur Erinnerung an die private Förderung
Rainer Müller vom Ortskuratorium Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringt in Anwesenheit von Christoph Grüber von Lotto Baden-Württemberg bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 27. Januar 2026 um 10.00 Uhr an Alois Krist von der Katholischen Kirchengemeinde Zur Heiligsten Dreieinigkeit eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Konservierungsarbeiten am Natursteinmauerwerk und den Betonwerksteinen der Kirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit in Ludwigsburg mit 100.000 Euro unterstützen. Das Gotteshaus gehört zu den über 430 Denkmalen, die die Denkmalschutzstiftung dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.
Zum Objekt:
Im Zentrum von Ludwigsburg, an der Ostseite des Marktplatzes, grenzt die freistehende, seit 1906 katholische Pfarrkirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit den Marktplatz nach Osten hin ab. 1721 begonnen, wurde sie 1781 als evangelische Garnisonskirche geweiht. Die Dreieinigkeitskirche ist ein einschiffiger Putzbau mit Pilastergliederung und einem kleinen Glockenturm im Westen. Im Äußeren eher schlicht, ist sie auf Grund ihrer zentral gelegenen städtebaulichen Position gegenüber der evangelischen Stadtkirche äußerst präsent in der als Gesamtanlage geschützten Altstadt von Ludwigsburg.
Neben der noch mehrheitlich bauzeitlichen Gestaltung zeigen sich an den Fassaden sichtbare Spuren früherer Reparaturmaßnahmen in Form von Ankerplatten. Die dazugehörigen Zugbänder sind unter Putz gelegt. Beide Elemente sind das Ergebnis einer früheren Instandsetzung, als es Setzungsprobleme im Chorbereich zu bannen galt, und damit Teil der Veränderungsgeschichte der Kirche und auch Dokument unterschiedlicher denkmalpflegerischer Herangehensweisen bei der Tragwerksinstandsetzung.
Der Innenraum wurde vielfach verändert und ist nicht mehr original, dennoch beinhaltet er heute einige wertvolle historische Elemente aus unterschiedlichen Epochen – darunter eine spätgotische Holzfigur „Madonna mit Kind auf der Mondsichel“ von guter bildhauerischer Qualität und ein barockes Altargemälde „Taufe Christi“.
zum Bild oben:
Ludwigsburg: Kath. Pfarrkirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit (c) strebewerk Architekten GmbH / DSD |