Planetarium Spezial am 29. Januar um 19.30 Uhr
Am 10. Juli 2018 leuchtete der Himmel über Süddeutschland für wenige Sekunden hell auf. Nur vier Sekunden dauerte das imposante Lichtspektakel – versetzte aber die astronomische Fachwelt in ganz Europa in Aufregung. Ein fußballgroßer Meteoroid trat in die Erdatmosphäre ein, zerplatzte und ließ Bruchstücke nahe Renchen zu Boden gehen.
Jahrelang suchten Wissenschaftler*innen das Gebiet systematisch ab. Einer von ihnen ist der Astrophysiker Dieter Heinlein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Er berichtet am Donnerstag, 29. Januar, um 19.30 Uhr im Planetarium über die spannende Suche nach dem ältesten Gestein unseres Sonnensystems. Der Eintritt kostet vier Euro.
Der Meteoritenfall vor acht Jahren war zwar kein Jahrhundertereignis, aber dennoch ein äußerst seltener und glücklicher Zufall. Weltweit sind bislang nur rund 30 vergleichbare Fälle dokumentiert. Zwar treffen immer wieder kosmische Himmelskörper auf die Erde, doch nur die wenigsten werden dabei von professionellen Kameras aufgezeichnet.
Anders am 10. Juli 2018: Meteorkameras des Europäischen Feuerkugel-Beobachtungsnetzwerks erfassten den Meteoroiden und machten eine exakte Berechnung seiner Flugbahn und des Aufschlagsgebiets möglich. Dennoch war die Suche nach den Bruchstücken aufwendig und glich der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Am Ende konnten im Raum Renchen sechs Steinmeteorite mit insgesamt 1,23 Kilogramm Masse gesichert werden – der erste bestätigte und wissenschaftlich untersuchte Meteoritenfall in Baden-Württemberg. |