Prolixletter
Sonntag, 26. Juli 2026
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Der ProlixLetter


Das ist die Kommunikationsplattform aus dem PROLIX-Verlag, in dem wir über Neues von unserer Arbeit berichten, eigene Tipps geben oder Presseinfos anderer Gruppen und Organisationen weiterverbreiten.
 
Seit kurzem stellen wir zusätzlich zu unserem Newsletter, der in der rechten Spalte kostenlos bestellt werden kann, auch Meldungen direkt auf die Website. Wir laden auch dazu ein, im ProlixLetterArchiv von der neuesten bis zum ältesten Ausgabe herumzustöbern.
 
Über Anregungen unserer Leserschaft sind wir dankbar. Bitte das Kontaktformular aus der linke Spalte nutzen.
 


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Vier Millimeter große Hoffnung für eine bedrohte Art
Harlekinkröte © Stadt Karlsruhe, Zoologischer Stadtgarten, Timo Deible
 
Vier Millimeter große Hoffnung für eine bedrohte Art
Zoo Karlsruhe mit europaweit erster Nachzucht der Eleganten Harlekinkröte

Dem Zoo Karlsruhe ist die europaweit erste Nachzucht der Eleganten Harlekinkröte (Atelopus elegans) gelungen. Seit Anfang Juli haben rund 40 Jungtiere ihre Entwicklung von der Kaulquappe zur Kröte abgeschlossen und das Wasser verlassen. Mit einer Körpergröße von gerade einmal etwa vier Millimetern sind sie noch kaum größer als ein Reiskorn.

Die Elterntiere der stark gefährdeten Amphibienart kamen im Sommer 2024 von der ecuadorianischen Organisation Wikiri nach Europa. Wikiri und das zugehörige Centro Jambatu in der Nähe von Quito widmen sich der Erforschung, Haltung und Vermehrung bedrohter Amphibienarten. Die nach Europa gebrachten Tiere wurden auf den Zoo Karlsruhe und den Tierpark Hellabrunn in München verteilt. In Karlsruhe legten sie Mitte April zwei Gelege ab. Aus den Eiern entwickelten sich Kaulquappen, die nun nach und nach ihre Metamorphose abschließen.

„Diese europäische Erstnachzucht ist ein herausragender Erfolg für unseren Zoo und den Artenschutz. Sie zeigt, wie wichtig es ist, sich auch um Arten zu kümmern, die keine große Lobby haben“, sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt. „Viele Zoogäste kommen verständlicherweise vor allem wegen Elefanten, Eisbären oder Giraffen zu uns. Gleichzeitig investieren wir sehr viel Zeit, Fachwissen und personelle Ressourcen in solche kleinen, hochbedrohten Arten. Mit Dr. Lukas Reese haben wir einen ausgewiesenen Amphibienspezialisten, der gemeinsam mit seinem Team im Exotenhaus hervorragende Arbeit leistet.“

Anspruchsvolle Aufzucht der winzigen Amphibien

Die Zucht von Harlekinkröten stellt hohe Anforderungen an Haltung und Pflege. Wasserqualität, Temperatur, Strömung und Futter müssen während der Entwicklung der Kaulquappen genau aufeinander abgestimmt sein. Eine besondere Herausforderung beginnt nach Abschluss der Metamorphose. Während sich die Kaulquappen von Algen ernähren, sind die nur wenige Millimeter großen Harlekinkröten auf entsprechend winzige Futterinsekten angewiesen.

„Dass rund 40 Tiere die Metamorphose geschafft haben, ist ein großartiges Ergebnis. Bis dahin sind jedoch viele einzelne Arbeitsschritte und sehr genaue Beobachtungen notwendig“, erläutert Dr. Lukas Reese, Zootierarzt sowie Kurator für das Exotenhaus. „Dieser Erfolg ist nur durch das große Engagement und die hohe Fachkompetenz unseres Tierpflege-Teams im Exotenhaus möglich geworden. Die Tiere und ihre Entwicklungsstadien werden intensiv betreut. Darauf können wir sehr stolz sein.“

Die Elegante Harlekinkröte kommt ursprünglich in Ecuador und Kolumbien vor. In Ecuador ist nur noch eine Population bekannt. Die Weltnaturschutzunion führt die Art auf der IUCN Red List of Threatened Species als „stark gefährdet“. Neben dem Verlust geeigneter Lebensräume haben Krankheiten zu den massiven Bestandsrückgängen vieler Amphibien beigetragen. Besonders der Chytridpilz hat zahlreiche Arten der Gattung Atelopus stark dezimiert. Gesunde Reservepopulationen in menschlicher Obhut können deshalb für das langfristige Überleben dieser Tiere von entscheidender Bedeutung sein.

Zweite erfolgreiche Atelopus-Nachzucht in Karlsruhe

Für den Zoo Karlsruhe ist es bereits die zweite Art aus der Gattung der Harlekinkröten, die erfolgreich nachgezüchtet werden konnte. 2023 gelang hier erstmals in einem europäischen Zoo die Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Rio-Pescado-Stummelfußkröte (Atelopus balios). Die Art wird mittlerweile im Rahmen von Citizen Conservation, einem Netzwerk aus Zoos, wissenschaftlichen Einrichtungen und privaten Haltungen, an mehreren Standorten erfolgreich gehalten und weitervermehrt. Damit ist es gelungen, von wenigen ebenfalls aus einer Zuchtstation in Ecuador importierten Tieren eine rasch wachsende Reservepopulation aufzubauen.

„Die Entwicklung bei Atelopus balios zeigt, was aus einem ersten Zuchterfolg entstehen kann, wenn Wissen und Tiere verantwortungsvoll weitergegeben werden“, sagt Reese. Neben den beiden bereits erfolgreich vermehrten Arten hält der Zoo Karlsruhe auch Wampukrum-Harlekinkröten. Bei dieser wissenschaftlich noch nicht beschriebenen Art ist eine Nachzucht bislang noch nicht gelungen.

„Harlekinkröten stehen wie kaum eine andere Tiergruppe für das weltweite Amphibiensterben. Solche Arten fallen in der öffentlichen Wahrnehmung schnell durch das Raster“, betont Reinschmidt. „Für uns sind sie jedoch die kleinen Juwelen des Zoos. Ihr Erhalt gehört genauso zu unseren Aufgaben wie der Schutz großer und bekannter Tierarten.“

zum Bild oben:
Die jungen Eleganten Harlekinkröten sind kurz nach der Metamorphose kaum größer als ein Reiskorn.
© Stadt Karlsruhe, Zoologischer Stadtgarten, Timo Deible
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Verschiedenes 
 
 
„Klimafreundlich Wohnen“
Für Kontinuität und Planungssicherheit des städtischen Förderprogramms mit besonderer Klimaschutzrelevanz

Nachfolgend ein Brief, den ein breites Bündnis aus Klima- und Umweltinitiativen, Genossenschaften, Stiftungen und Unternehmen aus der Energiebranche am 20.07.2026 an die Freiburger Gemeinderät:innen sowie die Bürgermeister:innen gerichtet haben. Der Brief entstand als Reaktion auf den plötzlichen Antragsstopp des Förderprogramms Klimafreundlich Wohnen und thematisiert die Notwendigkeit der Ausstattung ausreichender Fördermittel des Förderprogramms Klimafreundlich Wohnen, welches Freiburger Gebäudeeigentümer:innen finanziell hinsichtlich Sanierungsmaßnahmen und Mietende beim Thema Balkonsolar unterstützt. Kontinuität hinsichtlich des Förderprogramms ist unser Meinung nach essenziell für das Erreichen der ambitionierten Klimaziele der Stadt Freiburg im Bereich des privaten Gebäudebestandes.


Sehr geehrte Gemeinderät:innen, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Bürgermeister und Bürgermeisterinnen,

mit großer Sorge haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Gelder für das städtische Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ ausgeschöpft sind und ein sofortiger Antragsstopp verhängt wurde.

Als Zusammenschluss von Umwelt- und Klimainitiativen, Energieberatenden sowie Unternehmen aus den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltiges Bauen appellieren wir eindringlich an Sie, diese Entscheidung zu überdenken und die Programme weiterhin finanziell auszustatten.

Der Gebäudesektor spielt eine Schlüsselrolle beim Erreichen der städtischen Klimaziele. Ein erheblicher Teil der CO₂-Emissionen entsteht im privaten Gebäudebestand. Kommunale Förderprogramme schaffen finanzielle Anreize, senken Investitionshürden und motivieren Eigentümer:innen, energetische Sanierungen, Photovoltaikanlagen oder Maßnahmen an der Gebäudehülle umzusetzen. Gleichzeitig schlagen sie über Beratungsangebote die wichtige Brücke zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft.

Die hohe Nachfrage zeigt den Erfolg der Programme: Allein in diesem Jahr wurden bereits 409 Förderanträge im Rahmen des Förderprogramms „Klimafreundlich Wohnen“ gestellt – überwiegend für Balkonsolar, Photovoltaik und Maßnahmen an der Gebäudehülle. Gleichzeitig wurde im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz dargestellt, dass durch Instrumente wie kostenfreie Energieberatungen, die direkte Ansprache der Bürger:innen und die städtischen Förderprogramme eine höhere Sanierungsrate als im Bundesdurchschnitt erreicht werden konnte.

Die Programme entfalten zudem eine erhebliche wirtschaftliche Wirkung. Jeder eingesetzte Förder-Euro löst ein Vielfaches an privaten Investitionen aus und stärkt regionale Handwerksbetriebe, Energieberatende, Planungsbüros sowie Unternehmen der Solar- und Sanierungsbranche.

Besonders kritisch sehen wir den kurzfristigen Antragsstopp im Hinblick auf die fehlende Planungssicherheit. Erst in den vergangenen Wochen wurden im Rahmen der Energiekarawane rund 100 Gebäudeeigentümer:innen umfassend beraten und gezielt auf die städtischen Förderprogramme hingewiesen. Viele dieser Menschen kalkulieren bei ihren Investitionsentscheidungen mit der angekündigten Unterstützung der Stadt. Teilweise werden Maßnahmen bereits umgesetzt oder stehen in den kommenden Monaten unmittelbar bevor. Ein plötzlicher Förderstopp gefährdet dieses Vertrauen erheblich und stellt die Verlässlichkeit kommunalen Handelns infrage. Dies trifft u.a. die einkommensschwachen Haushalte mit besonderer Härte, die sich ohne das Angebot der städtischen Förderung von 300 Euro pro Balkonsolaranlage, diese schlichtweg nicht leisten können. Diese Haushalte dürfen nach unserem Empfinden nun auf keinen Fall auf diesen Kosten sitzen bleiben.

Auch Unternehmen des regionalen Klimahandwerks informieren ihre Kundinnen und Kunden über die bestehenden Fördermöglichkeiten und berücksichtigen diese in der Beratung und Angebotsplanung. Fällt die Förderung kurzfristig weg, entstehen Unsicherheiten für alle Beteiligten und laufende Investitionsentscheidungen werden erschwert oder aufgeschoben.

Ebenso fehlt die notwendige Planungssicherheit für die mit der Durchführung der Programme beauftragten Institutionen. Für Energieberatungen, Bürger:innenansprache und Antragsbearbeitung wurden personelle Kapazitäten aufgebaut und bereitgestellt. Ein kurzfristiger Antragsstopp gefährdet diese Strukturen und erschwert eine kontinuierliche Umsetzung der kommunalen Klimaschutzmaßnahmen.

Wir erkennen ausdrücklich an, dass die angespannte Haushaltslage schwierige Entscheidungen verlangt. Gerade deshalb sollten diejenigen Maßnahmen erhalten bleiben, die nachweislich wirksam sind, erhebliche private Investitionen mobilisieren und gleichzeitig Klima, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen stärken. Bei relevanten Klimaschutzmaßnahmen zu sparen, während kostspielige Empfänge finanziert werden, halten wir für eine falsche Prioritätensetzung.

Wir bitten den Gemeinderat daher, sich insbesondere für folgende Punkte einzusetzen:
 das Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ für zukünftige Haushalte mit ausreichend Geldern zu versehen
 die Finanzierung für das laufende Jahr sicherzustellen,
 insbesondere die Förderung von Balkonsolaranlagen für Mieter:innen zu erhalten,
 die notwendige Kontinuität und Planungssicherheit für Bürger:innen, Unternehmen und die mit der Umsetzung beauftragten Institutionen zu gewährleisten sowie
 den privaten Gebäudebereich weiterhin als zentralen Baustein der Freiburger Klimastrategie zu stärken.

Die Förderprogramme sind zentrale Bausteine einer wirksamen, verlässlichen und sozial gerechten kommunalen Klimapolitik. Ein kurzfristiger Antragsstopp würde nicht nur den Klimaschutz in Freiburg zurückwerfen, sondern auch das Vertrauen in die Verlässlichkeit kommunaler Entscheidungen nachhaltig beschädigen.

Wir bitten Sie daher eindringlich, den Antragsstopp zurückzunehmen und ein klares Zeichen für Kontinuität, Planungssicherheit und einen wirksamen Klimaschutz in Freiburg zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen
 
 

Verschiedenes 
 
 
Fördermittel für Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg
Jetzt Projektanträge für das Jahr 2027 stellen

Einrichtungen in Baden-Württemberg, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, können bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) Projektmittel für das Jahr 2027 beantragen. Bis zum 1. Oktober 2026 müssen die Anträge beim Fachbereich Gedenkstättenarbeit eingegangen sein. Der Förderbeirat, der paritätisch mit Vertreterinnen und Vertretern der LpB und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg (LAGG) besetzt ist, entscheidet im November 2026.

In Abstimmung mit der LAGG gelten folgende Förderschwerpunkte:

Vorrang haben Projekte der Archivierung und Digitalisierung an Gedenkstätten inklusive digitaler Lernangebote;

Vorrang haben zudem Projekte, die der Inklusion und Barrierefreiheit dienen;

Vorrang haben darüber hinaus Projekte, die der Gewinnung, Förderung und Ausbildung von Ehrenamtlichen dienen.

Der Bezug zur Gedenkstättenarbeit in Baden-Württemberg zählt zu den grundsätzlichen Voraussetzungen für die Bewilligung der Landesmittel durch den Förderbeirat.

Die Fördergrundsätze und die aktuellen Antragsformulare können abgerufen werden unter www.gedenkstaetten-bw.de.

Die Unterlagen können auch angefordert werden bei:

Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Fachbereich Gedenkstättenarbeit
Heilbronner Straße 35
(Postanschrift: Vordernbergstraße 6)
70191 Stuttgart

Telefon: 0711/164099-31, 0711/164099-56 und 0711/164099-704
E-Mail: gedenkstaettenfoerderung@lpb.bwl.de

Eine Beratung ist telefonisch oder per E-Mail möglich.
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Aktionstag der Wilhelmaschule
Amurtiger © Wilhelma Stuttgart/Jennifer Riexinger
 
Aktionstag der Wilhelmaschule
Welt-Tiger-Tag in der Wilhelma

Am 29. Juli stehen für Artenschützerinnen und Artenschützer in aller Welt die Tiger im Rampenlicht. Auch die Wilhelma beteiligt sich daran: An einem Stand an der vor fast genau einem Jahr eröffneten Anlage für Amurtiger informieren die Expertinnen und Experten der Wilhelmaschule über die gestreifte Großkatze. Hautnah kann man dabei anhand von Exponaten zum Anfassen erfahren, wie groß die Pfoten, Krallen und Zähne von Tigern sind – und sogar, wie sich ihre Zunge anfühlt. Es geht dabei nicht nur alleine um Tiger, sondern auch darum, was sie mit anderen Raubtieren gemeinsam haben und wie sich mit Fellmuster und anderen Merkmalen von ihnen unterscheiden. Außerdem können die kleinen Besucherinnen und Besucher vor Ort Masken basteln und damit selbst zum Tiger werden.

Am Welt-Tiger-Tag wird über das natürliche und heutige Verbreitungsgebiet der verschiedenen Unterarten des Tigers informiert und über ihre Gefährdung in den unterschiedlichen Lebensräumen aufgeklärt. Es wird aufgezeigt, was jeder Einzelne für den Schutz der majestätischen Großkatzen tun kann – und warum Tiger-Selfies im Urlaub keine gute Idee sind. In unterschiedlichen Regionen Asiens sind heute noch sechs Unterarten des Tigers beheimatet. Der Amur-Tiger aus dem äußersten Osten Russlands und dem Nordosten von China ist die größte Katze der Welt. Die Kater können bis zu 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Sumatratiger dagegen, als kleinste Unterart, werden nicht einmal halb so schwer. Sowohl aufgrund von Lebensraumvernichtung als auch von Wilderei sind alle Tiger in ihren natürlichen Lebensräumen gefährdet. Drei Unterarten, der Javatiger, der Balitiger und der Kaspische Tiger wurden bereits durch den Menschen ausgerottet.

Die Wilhelma engagiert sich schon lange für die WildCats Conservation Alliance, welche sich für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Sumatratigers im indonesischen Kerinci-Seblat-Nationalpark einsetzt. Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma unterstützt das Projekt seit 2021 jedes Jahr mit einem Betrag von 20.000 €. Insgesamt sind über die Wilhelma und ihren Förderverein seit 2002 über 200.000 € zusammengekommen, mit deren Hilfe Ranger-Einheiten auf Sumatra finanziert werden.

Weitere Informationen gibt es am Mittwoch, 29. Juli von 11.00 bis 17.00 Uhr am Aktionstand zum Welt-Tiger-Tag, direkt vor der Anlage für Amurtiger. Das Angebot ist, wie bei allen Thementagen der Wilhelmaschule, bereits im Eintritt für die Wilhelma enthalten.

zum Bild oben:
Seit etwas mehr als einem Jahr sind in der Wilhelma Amurtiger zu beobachten.
© Wilhelma Stuttgart/Jennifer Riexinger
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Verschiedenes 
 
 
Jetzt Förderung für Kulturprojekte beantragen
Bewerbungsfrist ist der 1. November
Kulturamt unterstützt Kunst- und Kulturschaffende

Ab sofort können Kunst- und Kulturschaffende mit zentralem Wirkungsort in Freiburg beim Kulturamt Anträge auf Projektförderung für 2027 stellen. Die Bewerbungsfrist endet am 1. November. Förderungen gibt es für folgende Bereiche:

Darstellende Künste
Gefördert werden zeitgenössische Produktionen freier Theater- und Tanzgruppen, die von hoher künstlerischer Qualität sind und in ihren vielfältigen Erscheinungsformen eine wesentliche Bereicherung des Angebotes an Theater, Tanz und Performance in Freiburg darstellen. Die Projekte können auch spartenübergreifend angelegt sein und mit experimentellen Formen neue Wege gehen. Antragsberechtigt sind professionelle Akteur*innen und Gruppen aus dem freien Theater und Tanz, die ihren Wirkungskreis in Freiburg haben.
Ansprechpartnerin im Kulturamt:
kathrin.feldhaus@freiburg.de (0761-201 2103)
Online-Beratung: 21.9. um 16 Uhr und 24.9. um 11 Uhr

Film
Gefördert werden Produktionen von freien Filmprojekten im Bereich der Stoffentwicklung, Produktion oder Postproduktion.
Ansprechpartnerin im Kulturamt:
ann-kathrin.harr@freiburg.de (0761-201 2104)
Online-Beratung: 24.9. und 8.10. jeweils um 17 Uhr


Kulturelle Bildung
Gefördert werden teilhabegerechte Projekte, die das künstlerische Schaffen der Teilnehmenden in den Mittelpunkt stellen und professionell begleitet werden. „Kulturelle Bildung“ meint insbesondere die Bildung in den Künsten und durch die Künste (zum Beispiel Literatur, Musik, Theater, Tanz). Die Projekte schaffen Gestaltungs- und Experimentierräume, in denen vor allem junge Menschen Kunst und Kultur nutzen, um selbstbestimmt ihre Themen zu verhandeln. Darüber hinaus fördern sie die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Kultur einerseits und Bildung, Jugend oder Soziales andererseits.
Ansprechpartner im Kulturamt
mario.willersinn@freiburg.de (0761-201 2106)
Online-Beratung: 15.9. um 16.30 Uhr und 25.9. um 10 Uhr

Kulturelle Teilhabe
Gefördert werden Projekte, die eine Teilhabe insbesondere für Menschen ermöglichen, denen ein Zugang zu Kunst und Kultur erschwert ist. Das schließt auch Themenangebote ein, die in der Kulturlandschaft noch unterpräsentiert sind. Die Projekte sollen die gesellschaftliche Diversität in der Freiburger Kulturlandschaft fördern und neue Zielgruppen aktivieren. Im Mittelpunkt stehen Auseinandersetzung und Wirkungen von Kunst und Kultur auf die Beteiligten. Kultureinrichtungen und die Zielgruppen müssen dafür eng zusammenarbeiten.
Ansprechpartnerin im Kulturamt
clementine.herzog@freiburg.de (0761-201-2112)
Online-Beratung: 22.9. um 12.30 Uhr und 7.10. um 16.30 Uhr

Musik
Gefördert werden Projekte von hoher künstlerischer Qualität, die das Freiburger Konzertleben wesentlich bereichern und mit fairen Honoraren durchgeführt werden. Projekte, die neue Formate erproben oder selten gehörtes Repertoire zur Aufführung bringen, werden besonders berücksichtigt. CD-Produktionen sind ausgeschlossen.
Ansprechpartnerin im Kulturamt:
sonja.kiefer-blickensdorfer@freiburg.de (0761-201 2111)
Online-Beratung: 30.9. um 16 Uhr und 13.10. um 9 Uhr

Nachtkultur, Streetart und digitale Kunst
Gefördert werden Projekte, die innovativ und von hoher künstlerischer Qualität sind, Kooperationen zwischen verschiedenen Kunstformen und Initiativen erproben oder die einen Beitrag zur Bildung nachhaltiger Strukturen leisten. Das Förderprogramm richtet sich an Kreative aus den genannten Bereichen und ist inhaltlich bewusst weit gefasst. Nicht gefördert werden Streamings konventioneller Konzerte, Umsetzungen bereits bestehender Produktionen sowie Projekte, deren Hauptaugenmerk auf nicht-künstlerischen, zum Beispiel technischen oder baulichen, Aspekten liegt.
Ansprechpartnerin im Kulturamt:
miriam.cheema@freiburg.de
kristina.muehlbach@freiburg.de
Online-Beratung: 28.09. und 12.10. jeweils um 17 Uhr

Jazz, Rock, Pop
In Freiburg gibt es eine lebendige Musikszene: Dazu gehören neben den oben genannten Hauptströmungen auch feiner verästelte und modernere Stilrichtungen, wie zum Beispiel Hip Hop oder Rap, oder seit langer Zeit etablierte Nischen wie Blues und Metal. Die Projektförderung soll den aktiv Musizierenden in Freiburg aus allen vorkommenden Stilrichtungen zu Gute kommen. Förderbar sind speziell Liveaufführungen und Projekte, die für möglichst viele Freiburger*innen erlebbar sein sollen. Nicht förderbar sind Tonträger- oder Videoproduktionen sowie reine Streamingprojekte.
Ansprechpartner im Kulturamt:
tilo.buchholz@freiburg.de
Online-Beratung: 29.9. und 14.10. jeweils um 17 Uhr

Weitere Infos
Für einen etwaigen Mehraufwand im Bereich Inklusion können Projekte in allen Förderbereichen ergänzend Fördermittel erhalten. Der Mehraufwand ist im Zuschussantrag und Finanzplan nachvollziehbar auszuweisen. Diese zusätzliche Förderung setzt einen Förderzuschuss des Projekts in einem der Förderbereiche voraus.

Die Entscheidungen des Kulturamtes orientieren sich an Förderkriterien, die der Gemeinderat der Stadt Freiburg beschlossen hat und werden mit Hilfe externer Jurys getroffen. Detaillierte Informationen zum Abgabeverfahren sowie die Antragsunterlagen finden sich unter www.freiburg.de/kulturamt.

Eine Beratung vor Antragstellung durch die zuständigen Mitarbeiter*innen ist zu empfehlen – besonders bei Erstanträgen. Grundsätzliche Fragen beantworten die FAQs auf der Website.
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Freiburg: Tunnel der B31 Ost in den Nächten vom 27. bis 31. Juli abwechselnd vol
Das Garten- und Tiefbauamt kontrolliert, wartet und repariert die Tunnel der B31 Ost. Während der Arbeiten sind Schützenalleetunnel, Galerie und Kappler Tunnel nachts von 20 bis 6.30 Uhr voll gesperrt.

Die Sperrungen sind wie folgt geplant:
• von Montag, 27. Juli, auf Dienstag, 28. Juli: stadteinwärts
• von Dienstag, 28. Juli, auf Mittwoch, 29. Juli: stadteinwärts
• von Mittwoch, 29. Juli, auf Donnerstag, 30. Juli: stadtauswärts
• von Donnerstag, 30. Juli, auf Freitag, 31. Juli: stadtauswärts

Das Garten- und Tiefbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer*innen um Verständnis.
 
 

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Bedrohte Vielfalt: Amphibien und Reptilien im Fokus
Goldener Pfeilgiftfrosch © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
Bedrohte Vielfalt: Amphibien und Reptilien im Fokus
Thementag im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart

Am Sonntag, 26. Juli 2026 lädt die Wilhelmaschule im Rahmen der Wilden Wochenenden zum Thementag Amphibien und Reptilien ein. Unter der Anleitung von Zoopädagoginnen und Zoopädagogen gibt es an mehreren Stationen und einer Leseecke viel zu entdecken: Von Schlangen- und Froschhäuten bis hin zu Krokodileiern. Bei einem Quiz kann man sein neu erworbenes Wissen austesten. Mit vor Ort ist die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e. V., die ein von der Wilhelma finanziell unterstütztes Schutzprojekt für Meeresschildkröten in Kenia vorstellt und eine kreative Bastelaktion für Kinder anbietet.

Obwohl sich einige Amphibien und Reptilien auf den ersten Blick ähneln, handelt es sich um zwei komplett verschiedene Klassen von Tieren. Zu den Amphibien zählen beispielsweise Frösche, Kröten und Molche. Die meisten von ihnen sind auf feuchte Biotope angewiesen. Ihre dünne, empfindliche und drüsenreiche Haut schützt sie vor Krankheiten und unterstützt auch ihre Atmung. Zwar leben viele Arten einen Großteil des Jahres an Land – aber fast alle von ihnen legen ihren Laich im Wasser ab. Aus diesem schlüpfen zunächst die Kaulquappen. Diese atmen – ähnlich wie Fische – noch mit Kiemen und verwandeln sich durch Metamorphose in das vollständig entwickelte und lungenatmende Tier.

Zu den Reptilien gehören unter anderem Eidechsen, Warane, Krokodile, Schlangen und Schildkröten. Viele von ihnen sind an trockene Lebensräume angepasst. Ihr schützendes Schuppenkleid ermöglicht es einigen Arten sogar, extreme Wüstenregionen zu besiedeln. Andere, etwa Krokodile und viele Schildkröten, sind dagegen auf Gewässer angewiesen. Wie Amphibien legen auch die meisten Reptilien Eier. Es gibt jedoch zahlreiche Arten, bei denen die Jungtiere lebendgeboren werden oder bereits während der Eiablage schlüpfen.

Eines haben Amphibien und Reptilien gemeinsam: Sie sind wechselwarm – das heißt, ihre Körpertemperatur hängt unmittelbar von der Außentemperatur ab. Die Besucherinnen erfahren, wie genau die unterschiedlichen Arten an ihre jeweiligen Lebensräume angepasst sind und wie unterschiedlich ihre Entwicklung verläuft. Außerdem wird anschaulich vermittelt, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Bestände vieler Arten hat und wie ihre Lebensräume geschützt werden können.

Der Aktionstag findet in der Wilhelmaschule von 11.00 bis 17.00 Uhr statt. Es gibt mehrmals am Tag die Möglichkeit, einem echten Königspython und anderen Reptilien aus nächster Nähe zu begegnen. Wie bei allen Terminen der Wilden Wochenenden ist das Programm bereits im Eintritt in die Wilhelma enthalten.

zum Bild oben:
Der aus Kolumbien stammende Goldene Pfeilgiftfrosch gehört zu den auffälligsten Amphibienarten im Amazonienhaus.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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Freiburg: Warum die Grünpflege keinen Sommerurlaub macht
Die Stadt mäht Wiesen auch bei Hitze und Trockenheit

In den heißen Sommermonaten wundern sich viele Bürger*innen, warum die städtischen Betriebe auch bei Trockenheit Langgraswiesen und artenreiche Blühflächen mähen. Was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt, folgt einem durchdachten Konzept, das Ökologie, Sicherheit und straffe logistische Abläufe vereint.

Die Hauptgründe für die Sommermahd:

- Ökologie und Artenvielfalt: Artenreiche Wiesen benötigen nährstoffarme Böden. Wird das Gras im Sommer nicht gemäht und abgeräumt, verrottet es im Herbst und überdüngt den Boden. Die Folge wäre, dass dominante, nährstoffliebende Gräser in den nächsten Jahren die seltenen Wildblumen verdrängen, welche nur auf nährstoffärmeren Standorten konkurrenzfähig sind.

- Verkehrssicherheit und Brandschutz: Sichtachsen an Kreuzungen, Kurven sowie Rad- und Gehwegen müssen für die Verkehrssicherheit dringend freigehalten werden. Zudem stellt vertrocknetes, hohes Gras eine erhebliche Brandgefahr dar – eine weggeworfene Zigarette reicht oft aus, um ein Feuer zu entfachen.

- Strikte Arbeitsabläufe im Jahresverlauf: Die Pflegeprogramme der Stadt sind personell und zeitlich genau durchgetaktet und an gesetzliche Fristen gebunden. Eine Verschiebung der Mahd nach hinten ist logistisch nicht möglich, da ab Herbst nahtlos andere Aufgaben anstehen. Dann macht das Herbstlaub viel Arbeit, der Winterdienst wird vorbereitet und ab Oktober ist der Gehölz- und Baumschnitt wieder erlaubt.

Die Stadt geht bei der Mahd so behutsam wie möglich vor. Wo das umsetzbar ist, werden Wiesen so gemäht, dass Langgrasstreifen über den Winter stehen bleiben. Das bietet Insekten Rückzugsräume und lässt Futter für Tiere wie zum Beispiel Vögel. Zudem wird die Schnitthöhe so hoch wie technisch möglich angesetzt. Der verbleibende Aufwuchs kann den Boden so weiterhin beschatten und vor extremer Austrocknung schützen. Zudem schont eine hohe Schnitthöhe die Insekten, Amphibien und Kleinsäuger, die sich am Boden aufhalten. Des Weiteren ist die Stadt dabei, die Mähwerke auf insektenfreundlichere Modelle umzustellen. Wo dies technisch und logistisch möglich ist, sind Balkenmäher statt Mulchern (Maschinen zum Mähen und gleichzeitigen Zerkleinern des Mahdguts) im Einsatz. Zudem werden nach und nach Insekten-Abstreifvorrichtungen nachgerüstet.

Wo Balkenmäher bereits genutzt werden, lassen die Mitarbeiter*innen das Mahdgut mehrere Tage liegen, bevor sie es aufnehmen. So haben die darin lebenden Insekten Zeit, herauszukrabbeln und Zuflucht in den Reststreifen oder am Wiesenrand zu suchen.
 
 

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Sea You Festival Freiburg
(c) Ute Nostadt (DLRG) und Matthias Weyand (DRK Freiburg)
 
Sea You Festival Freiburg
DRK, Malteser und DLRG behandeln beim Sea You Festival wieder mehr Patientinnen und Patienten

– Zahl der Kliniktransporte bleibt auf niedrigem Niveau
– Mehr als 3.000 ehrenamtliche Einsatzstunden geleistet

Freiburg (DRK/DLRG). Hinter den Rettungs- und Hilfsorganisationen liegt erneut ein arbeitsreiches Wochenende beim Sea You Festival am Tunisee. Während die Zahl der Patientinnen und Patienten im Vergleich zum Vorjahr etwas anstieg, blieb die Zahl der notwendigen Transporte in umliegende Kliniken weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

An den ersten beiden Veranstaltungstagen verzeichneten die Einsatzkräfte eine deutlich höhere Zahl an Hilfeleistungen und umfangreicheren medizinischen Versorgungen in den beiden Medical Centern als noch im vergangenen Jahr. Gleichzeitig zeigte sich erneut die eingespielte und organisationsübergreifende Zusammenarbeit von Deutschem Roten Kreuz, Maltesern und der DLRG Wasserrettung im Bezirk Breisgau.

Die Johanniter waren währenddessen für die sanitätsdienstliche Betreuung des parallel stattfindenden Zelt-Musik-Festivals in Freiburg verantwortlich.

Von Freitag bis Sonntag (17. bis 19. Juli) waren beim Sea You Festival mehr als 300 ehrenamtliche Einsatzkräfte von DRK und Maltesern sowie rund 50 Wasserretterinnen und Wasserretter der DLRG Breisgau im Einsatz. Sie sorgten für die medizinische Versorgung und die Sicherheit der rund 70.000 Festivalbesucherinnen und -besucher an Land und auf dem Wasser.

Allein die DLRG leistete mit 85 Einsatzschichten mehr als 700 ehrenamtliche Einsatzstunden. Die Einsatzkräfte von DRK und Maltesern kamen gemeinsam auf rund 2.480 Stunden. Insgesamt wurden damit mehr als 3.180 Stunden ehrenamtlicher Dienst für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher erbracht.

Bis Sonntagabend wurden in den beiden Medical Centern 273 Patientinnen und Patienten behandelt. Zum Vergleich: 2025 waren es 199, 2024 insgesamt 329, 2023 206 und 2022 insgesamt 299 behandelte Personen. Teilweise wurden die Patientinnen und Patienten durch mehrere Ärztinnen, Ärzte und Notärzte gleichzeitig versorgt.

Lediglich fünf Patientinnen und Patienten mussten zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken transportiert werden. Damit blieb die Zahl der Kliniktransporte trotz der gestiegenen Patientenzahlen weiterhin niedrig. Im Vorjahr waren zehn Transporte erforderlich, 2024 waren es acht und 2023 insgesamt zwölf.

Insgesamt verzeichneten die beteiligten Hilfsorganisationen und die DLRG 699 Patientenkontakte (2025: 670; 2024: 850; 2023: 759). In dieser Zahl sind auch kleinere Hilfeleistungen wie die Versorgung kleinerer Verletzungen oder die Ausgabe von Pflastern enthalten.

Behandelt wurden unter anderem Platz- und Schnittwunden, Insektenstiche, Erschöpfungszustände sowie alkohol- oder substanzbedingte Beschwerden.

Jochen Hilpert, Vorstand des DRK-Kreisverbands Freiburg, zeigte sich vor Ort beeindruckt vom Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen: „Ich bin den vielen Helferinnen und Helfern außerordentlich dankbar. Sie leisten an solchen Wochenenden Großartiges und verdienen höchsten Respekt.“

Auch Matthias Weyand, Gesamtverantwortlicher des DRK Freiburg für den Sanitätsdienst beim Festival, zog eine positive Bilanz: „Das intensive ehrenamtliche Engagement aller Einsatzkräfte und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen, den Behörden und dem Veranstalter haben erneut maßgeblich zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen.“

Dieser Einschätzung schloss sich Mirko Bahr, Verantwortlicher Leiter Einsatz der DLRG im Bezirk Breisgau, an: „Dass eine Großveranstaltung dieser Größenordnung so reibungslos verläuft, ist das Ergebnis einer hervorragend funktionierenden Teamarbeit der 14 beteiligten DLRG-Ortsgruppen sowie der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen. Die kurzen Abstimmungswege und das große gegenseitige Vertrauen machen diesen gemeinsamen Einsatz jedes Jahr aufs Neue erfolgreich.“

Wie groß der personelle Aufwand inzwischen ist, zeigt auch der Blick auf die Herkunft der Einsatzkräfte: Unterstützt wurden die Freiburger Organisationen unter anderem von Helferinnen und Helfern aus den Landkreisen Ortenau, Rottweil, Lörrach, Waldshut und dem Schwarzwald-Baar-Kreis.

Für die Ehrenamtlichen von DRK und Maltesern geht der Einsatz bereits am kommenden Wochenende weiter. Beim Open-Air-Konzert der Toten Hosen in Freiburg werden sie erneut mit einem umfangreichen Sanitätsdienst für die Sicherheit von rund 50.000 Besucherinnen und Besuchern sorgen.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Versammlungen am Samstag, 25. Juli, in der Freiburger Innenstadt
Am Samstag, 25. Juli, findet zwischen 14 und 16 Uhr in der Freiburger Innenstadt eine Demonstration mit dem Titel „Sozialabbau stoppen“ statt. Nach dem Auftakt auf dem Stühlinger Kirchplatz ziehen die erwarteten 500 Teilnehmer*innen über die Engelbergerstraße, die Wentzingerstraße und die Wiwilíbrücke über die Kreuzung Wilhelmstraße/Bismarckallee und von dort über die Bismarckallee, die Eisenbahnstraße, den Rotteckring, den Friedrichring, den Europaplatz, die Kaiser-Joseph-Straße und die Salzstraße zum Augustinerplatz.

Entlang der Aufzugsstrecke der Demonstration können der Straßenbahnverkehr und der motorisierte Individualverkehr kurzzeitig unterbrochen werden. Die Parkhäuser sind grundsätzlich erreichbar.

Darüber hinaus findet von 12 bis 13 Uhr am Bertoldsbrunnen eine demonstrative Aktion mit etwa 12 Teilnehmer*innen zum Thema „Frieden, Abrüstung“ statt.
 
 

Verschiedenes 
 
Gastarbeit im Weinberg: Weingut Makalié Müllheim
Team-Work im Weingut Makalié (c) TMBW / Gregor Lengler
 
Gastarbeit im Weinberg: Weingut Makalié Müllheim
Seit 2019 bewirtschaften Max Frölich und Karoline Linka das Weingut Makalié im Markgräflerland. Der Name vereint das indigene Wort „Maka“ („Erde“) mit dem französischen „lié“ („verbunden“) und steht für ihre Philosophie, die einen respektvollen Umgang mit der Natur, Entschleunigung und Rückbesinnung auf das Wesentliche vereint. Passend dazu wird auf dem Weingut biodynamisch und mit wenig Technik gearbeitet. Helfende Hände sind daher immer gerne gesehen, vor allem zur Lesezeit. Fürs Mitanpacken gibt es Logis und Kost in Form gemeinsamer Mahlzeiten und dem einen oder anderen geteilten Glas Wein. So wird aus dem Weinberg ein echter Mitmach- und Begegnungsort.
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Einbürgerungsfeier im Juli
168 Menschen haben im Historischen Kaufhaus die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten

Für 168 Freiburger*innen aus 46 Herkunftsländern war der Mittwoch, 22. Juli ein ganz besonderer Tag: Sie haben bei der Einbürgerungsfeier im Historischen Kaufhaus ihre deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Im Mittelpunkt standen das gemeinsame Sprechen des Bekenntnisses zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und die feierliche Übergabe der Einbürgerungsurkunden. Unter den 168 Eingebürgerten sind 11 Kinder und Jugendliche.

Bei der letzten Einbürgerungsfeier im Juni haben 155 Freiburger*innen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Der nächste Festakt mit Einbürgerung ist für Mittwoch, 30. September, geplant.
 
 

Verschiedenes 
 
Zwischen Himmel und Hölle: Fürstlicher Park Inzigkofen
Die Teufelsbrücke im Fürstlichen Park in Inzigkofen (c) Long-Nong Huang
 
Zwischen Himmel und Hölle: Fürstlicher Park Inzigkofen
Amalienfelsen und Eremitage, Hänge- und Teufelsbrücke, Himmelsleiter und Höll-Schlucht: Der Inzigkofer Park bietet viele Highlights mit klingenden Namen. Im frühen 19. Jahrhundert von Fürstin Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt, lädt der Park an der Donau auch heute noch zum Lustwandeln ein. Einen der schönsten Ausblicke über das Donautal bietet der Aussichtspunkt „Känzele“. Er liegt über den „Inzigkofer Grotten“, die über Jahrmillionen vom Wasser aus dem Kalkgestein gewaschen wurden. Auf verschiedenen Wander- und Spazierwegen kann man die spektakuläre Anlage erkunden.
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Öko plus 
 
 
Brand eines Stoppelfeldes mit mehreren Heuballen
Rauch und Feuer, vermutlich Heuballen

Freiburg, 22.07.2026. Meldungseingang: 10:50 Uhr: Von einem Piloten wurde ein Brand auf einem Feld zwischen FR-Landwasser und FR-Hochdorf gemeldet, welches auf einer Lichtung zwischen Waldstücken liegt. Auf einer Fläche von insgesamt ca. 1.000 qm brannte ein Stoppelfeld mit mehreren Heuballen. Die Ausbreitung auf dem Feld wurde mittels mehrerer Löschfahrzeuge gestoppt, das Ablöschen der einzelnen Heuballen ist arbeitsintensiv und wird von weiteren Tanklöschfahrzeugen als Wasserzubringer unterstützt.

Aktuell laufen noch Nachlöscharbeiten. Initial waren die Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz, welche im Verlauf durch die Taskforce Vegetationsbrandbekämpfung, die örtlich zuständige Abteilung und Tanklöschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt und abgelöst wurden.

Parallel zu diesem Brand wurde eine Ölspur und ein weiterer Kleinbrand bearbeitet.
 
Autor: Amt für Brand und Katastrophenschutz der Stadt FR

Grüne Quellen 
 
Ein neues Zuhause für vom Aussterben bedrohte Schlangen
San-Francisco-Strumpfbandnatter (c) Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
Ein neues Zuhause für vom Aussterben bedrohte Schlangen
Leuchtend bunt und stark bedroht: San-Francisco-Strumpfbandnattern ziehen in die Wilhelma ein

In der Wilhelma wurde am Dienstag, 21. Juli 2026 die neue Anlage für San-Francisco-Strumpfbandnattern (Thamnophis sirtalis tetrataenia) eingeweiht. Es handelt es sich um eine Unterart der Gewöhnlichen Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis). Von dieser hebt sie sich durch ihr leuchtend türkisblau und orange gefärbtes Streifenmuster ab. Die Unterart stammt aus einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet in Kalifornien, wo sie strukturreiche Feuchtgebiete besiedelt. Aufgrund von Lebensraumzerstörung sind mittlerweile viele Teilpopulation voneinander isoliert, sodass ein genetischer Austausch unterbrochen wurde. Invasive Arten und Krankheiten sowie illegaler Fang setzen den noch vorhandenen Beständen weiter zu. Die mit rund 1.300 Tieren größte Population beherbergt heute der Flughafen von San Francisco, dessen durch Umzäunung bestens geschütztes Gelände mit Wasserflächen, Röhrichten, Wiesen und Buschland noch optimale Lebensbedingungen bietet. Aus vielen anderen seiner früheren Habitate ist das hübsch gefärbte Reptil mittlerweile verschwunden.

In der Wilhelma wurde für die San-Francisco-Strumpfbandnattern in direkter Nachbarschaft zu den Kalifornischen Seelöwen ein 24 m² großes Freilandterrarium als Gemeinschaftsprojekt der Fachbereiche Zoologie, Botanik, Parkpflege, Technik und Umweltbildung realisiert. Die beiden Schlangen, die am Tag der Einweihung ihr neues Zuhause bezogen haben, sind Nachzuchten aus dem Allwetterzoo Münster. Sie werden sich ganzjährig in der Anlage aufhalten. Für die kalte Jahreszeit steht eine frostfreie Überwinterungsbox zur Verfügung, in welche sich die Tiere eigenständig zurückziehen können. Beim Bau der Anlage musste mit höchster Präzision vorgegangen werden, da Jungtiere der Strumpfbandnatter durch kleinste Spalte passen. Ein Schutznetz gegen Reiher und Rabenvögel sowie ein Grabschutz gegen Nagetiere beugen dem Eindringen von Beutegreifern vor.

Die Gestaltung und Bepflanzung der Anlage wurden dem natürlichen Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Schlange nachempfunden. Das Saatgut von 20 typischen Pflanzenarten wurde direkt aus Kalifornien importiert und in der Wilhelma herangezogen. Unter anderem findet man in der Wiesenfläche die Schmalblättrige Seidenpflanze. Sie ist in Nordamerika eine der der Hauptnahrungsquellen für die Raupen des Monarchfalters. Am Rand des Tümpels und in der an die Anlage angrenzenden Vegetation wächst das bis 1,8 Meter hohe silbergraue Amerikanische Moxakraut. In getrockneter Form ist die Pflanze ein wichtiger Bestandteil in den traditionellen Räucherzeremonien der indigenen Bevölkerung Nordamerikas.

Finanziert wurde das neue Großterrarium von der Ingrid Kandler Stiftung in der Stiftergemeinschaft der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, welche für den Bau der Anlage einen Betrag von 150.000 € zur Verfügung gestellt hat. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich dankbar: „Wir freuen uns sehr über die große Unterstützung hier aus der Region – zumal die Spende von der Ingrid Kandler Stiftung und der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen nicht nur der Wilhelma, sondern der Erhaltungszucht eines vom Aussterben bedrohten Reptils zugutekommt.“

Um den Erhalt einer Reservepopulation der San-Francisco-Strumpfbandnatter kümmern sich zoologische Gärten in Zusammenarbeit mit privaten Tierhaltenden. Die Organisation Citizen Conservation, mit der auch die Wilhelma eng zusammenarbeitet, koordiniert das gemeinsame Erhaltungszuchtprogramm und bildet das Bindeglied zwischen Zoos, Wissenschaft und Privathaltung.

zum Bild oben:
Eine von zwei San-Francisco-Strumpfbandnattern erkundet die neu eröffnete Anlage.
(c) Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Dorfbrunnen Haslach – Stadt stellt zweite Bank wieder auf
Sitzen oder Nichtsitzen, das ist hier die Frage. Am Haslacher Dorfbrunnen waren im vergangenen Sommer Bänke verschwunden, nachdem es dort vermehrt zu Konflikten zwischen Platznutzenden gekommen war. Ob die Sitzgelegenheiten wieder aufgestellt werden sollen, darüber gab es im Stadtteil geteilte Meinungen. Zwischenzeitlich hat sich die Lage am Dorfbrunnen beruhigt. Die Bank in Richtung Uffhauser Straße hat die Stadt bereits im Herbst 2025 ersetzt.

Nun ist klar: Auch die zweite Bank wird zurückkehren. Bei einer Informationsveranstaltung des Lokalvereins Haslach am Montagabend hat das Amt für öffentliche Ordnung über die aktuelle Situation am Dorfbrunnen informiert. Lokalverein und viele Anwohner*innen haben sich dafür ausgesprochen, auch die zweite Bank in Richtung Kiosk wieder zu installieren. Der Platz soll so wieder hergestellt werden, wie es sich Haslacher*innen bei einer Bürgerbeteiligung im Jahr 2018 gewünscht hatten. Die Stadt wird die Bänke zunächst für eine Testphase aufstellen.

Das Amt für öffentliche Ordnung wird die Situation vor Ort weiter beobachten. Nicht nur am Dorfbrunnen, sondern auch auf anderen Plätzen ihres Stadtteils sollen sich die Haslacher*innen gerne aufhalten und sicher fühlen können. Dafür bleibt die Stadt weiterhin mit allen Akteur*innen im Austausch. Anregungen, Nachfragen und Hinweise sind willkommen an konfliktmanagement@freiburg.de.
 
 

Verschiedenes 
 
Genuss braucht Qualität und Qualität braucht nachhaltige Landwirtschaft
Ein Fleischgericht der Slow Food Chef Alliance @ Ingo Hilger
 
Genuss braucht Qualität und Qualität braucht nachhaltige Landwirtschaft
Slow Food Deutschland kritisiert die Kampagne 'Iss was dir schmeckt' der Initiative Fleisch

Juli 2026: Sind es wirklich die mahnenden Blicke von Vegetarier*innen und Veganer*innen, die vielen Menschen den Appetit auf Fleisch verderben? Wohl kaum. Dennoch baut die Kampagne „Iss was dir schmeckt“ des Deutschen Bauernverbandes und des Verbandes der Fleischwirtschaft genau auf diesem Bild auf. Damit lenkt sie vom eigentlichen Thema ab, denn gerade Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und handwerkliche Verarbeitung machen gutes Fleisch zu einem besonderen Genuss.

Entspann dich! Iss, was du willst, und denkt nicht nach! Dies ist in etwa der Ton der Kampagne „Iss was dir schmeckt“, hinter der die Initiative Fleisch steht. Sie möchte die anscheinend bedrohten Fleischliebenden in Schutz nehmen und sie ermuntern, sich von Bedenkenträger*innen aller Art den Geschmack nicht vermiesen zu lassen. „Freiheit“, „Vielfalt“ und „individuell“ sind die Begriffe, die am meisten bemüht werden, „Essen und essen lassen“ wird zum Schlüssel zu mehr „Genuss, Respekt und Miteinander“ erklärt. Kritische Gedanken über Fleischkonsum führen hingegen zu Konflikten in Familien und Gesellschaft und stehen Verständnis und Versöhnung im Wege - so die Botschaft.

Genießen braucht Wissen

Erstaunlich ist, zu welchen inhaltlichen Verbiegungen die Werbebranche fähig ist, um verunsicherte Verbraucher*innen im Auftrag der Fleischwirtschaft die Absolution zu erteilen. Besonders bemerkenswert erscheint uns die Aussage, Essen sei lediglich „eine Frage des Geschmacks“, als seien Genuss und Nachdenken Gegensätze. Als würde das Wissen um die Herkunft von Lebensmitteln die Freude daran verderben. Dabei gilt gerade das Gegenteil.

Weniger, dafür besser

Slow Food hat nie gefordert, auf Fleisch zu verzichten. Die Idee war immer eine andere: weniger, aber besser. Lieber ein gutes Stück Fleisch aus einer Landwirtschaft, die ihre Landschaft erhält, als industriell erzeugte Massenware aus der Intensivtierhaltung, die überall austauschbar ist und Böden sowie Klima auf Kosten künftiger Generationen belastet. Das Slow-Food-Motto „gut, sauber und fair“ ist kein moralischer Maßstab, sondern ein Genuss- und Qualitätsversprechen – für Verbraucher*innen ebenso wie für diejenigen, die Lebensmittel erzeugen.

Weide statt Megastall

Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., ist praktizierender Tierarzt und weiß, was bei Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel Qualität ausmacht:

„Wer einmal Fleisch von einem Tier gegessen hat, das langsam gewachsen ist, artgerecht gehalten, stressfrei geschlachtet und handwerklich verarbeitet wurde, kennt den Unterschied. Aroma, Struktur, Charakter und Vielfalt entstehen dort, wo Tiere unter guten Bedingungen gehalten werden – nicht in Megaställen. Deshalb geht es gar nicht um die Frage, ob wir Fleisch mit oder ohne schlechtes Gewissen essen. Die entscheidende Frage lautet: Welches Fleisch verspricht Genuss und Vielfalt, und welche Landwirtschaft macht diesen Genuss auch künftig möglich?“

Fleischwirtschaft unter Konkurrenzdruck

Sicher verdienen die Sorgen vieler deutscher Bäuerinnen und Bauern Respekt. Sie stehen unter enormem wirtschaftlichem Druck. Wenn Handelsabkommen wie Mercosur dazu führen, dass noch mehr preisgünstiges Fleisch aus Südamerika auf den europäischen Markt gelangt, wächst die Sorge, auf den eigenen Produkten sitzen zu bleiben. Diese Sorge ist real. Aber sie lässt sich nicht dadurch lösen, dass man allein an die nationale Herkunft appelliert, die Sorge um Umwelt, Klima und Tierwohl als unliebsames Streitthema bagatellisiert und um das entscheidende Thema der Qualität einen Bogen macht.

Qualität als Wettbewerbsvorteil

Qualität entsteht dort, wo Tiere artgerecht gehalten werden, wo Böden gepflegt statt ausgelaugt werden, wo Futter aus vielfältigen Fruchtfolgen wächst und wo Metzger*innen ihr Handwerk verstehen. Nachhaltiges Wirtschaften ist deshalb kein Luxus für gute Zeiten. Es ist die Voraussetzung dafür, sich dauerhaft von anonymer Massenware abzusetzen. Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., sieht es so:

„Wer den Menschen Lust auf Fleisch machen will, sollte ihnen zeigen, wie gut Fleisch schmecken kann, wenn Landwirtschaft Natur erhält, statt sie zu verbrauchen. Was unsere Böden schützt, Tiere respektiert und bäuerliche Betriebe stärkt, schmeckt fast immer besser: nicht aus Prinzip, sondern weil Qualität dort entsteht, wo Menschen und Natur zusammen statt gegeneinander arbeiten. Wer die Zukunft der heimischen Landwirtschaft sichern will, sollte den besten Geschmack fördern. Denn Qualität ist der einzige Wettbewerbsvorteil, den niemand günstig importieren kann“.

Tierarzt Dr. Rupert Ebner aus Ingolstadt ist seit 2024 Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V. Er publizierte zuletzt "Pillen vor die Säue - Warum Antibiotika in der Massentierhaltung unser Gesundheitssystem gefährden" (oekom Verlag, 2021).
 Der studierte Tiermediziner war lange Zeit Vizepräsident der Bayerischen Landestierärztekammer sowie Umwelt- und Gesundheitsreferent der Stadt Ingolstadt.
 
 

Verschiedenes 
 
 
VAG: Fahrplanänderungen in Opfingen und Gundelfingen
Linie 32: Umleitungen durch Bauarbeiten in Freiburg-Opfingen

Am 24. und 25. Juli 2026 finden Straßenarbeiten in Freiburg-Opfingen statt. Dadurch muss die Buslinie 32 umgeleitet werden.
Am Freitag, 24. Juli 2026, wird die L187 zwischen Opfingen und Tiengen für den Verkehr gesperrt. Die Busse der Linie 32 fahren von 6 bis 18 Uhr eine Umleitung über das Gewerbegebiet Opfingen. Die Haltestellen werden regulär angefahren, es kommt dadurch allerdings zu kleineren Verspätungen.
Am Samstag, 25. Juli 2026, wird die L187 zwischen Opfingen-Unterdorf und St. Nikolaus gesperrt. Die Busse der Linie 32 fahren zwischen 6 und 18 Uhr eine Umleitung über den Fänchelenweg. Die Haltestelle St. Nikolaus wird in die Schlossgasse verlegt. Die Haltestelle Opfingen Unterdorf wird in diesem Zeitraum nur noch von der Buslinie 33 angefahren.

Busumleitung durch Gundelfinger Dorffest
Für das Gundelfinger Dorffest wird die Ortsdurchfahrt gesperrt. Dadurch müssen vom 23. Juli 2026, 20 Uhr, bis 26. Juli 2026, 24 Uhr, die Buslinien 15 und 24 umgeleitet werden. Die Haltestelle Sonne Platz entfällt, dafür wird die Haltestelle Rathaus Ost angefahren.
Für die Linie 15 wird in Fahrtrichtung Wildtal zudem eine Ersatzhaltestelle in der Feldbergstraße eingerichtet.
 
 

Veranstaltungen 
 
DIGA® Die Gartenmesse 31. Juli bis 2. August 2026 an der Rennbahn in Iffezheim
Foto: Veranstalter
 
DIGA® Die Gartenmesse 31. Juli bis 2. August 2026 an der Rennbahn in Iffezheim
Wo Naturund Gartenfreunde grüne Lebensart hautnah erleben

- DIGA® Die Gartenmesse kehrt zum 21. Mal zurück an die Rennbahn nach Iffezheim
- Das besondere Pflanzenparadies mit rund 90 nationalen und internationalen Ausstellern
- Es werden biszu 8.000 gartenbegeisterte Besucherinnen und Besucher erwartet
- Aktuelle Gartentrends treffen auf ein mediterranes Pflanzenmeer

Die Gartenarbeit war im Jahr 2024 laut der Online-Datenplattform www.statista.com das beliebteste Hobby der Deutschen - und zwar noch vor dem Shopping und der Fotografie! Das ist kein Wunder, denn Gartenarbeit hält fit, inspiriert und macht glücklich. Zahlreiche Studien haben den gesundheitlichen Nutzen von Gartenarbeit belegt. Aber zahllose Hobbygärtnerinnen und -gärtner wissen das ja eh schon: Nirgends kann man besser entspannen als im eigenen Garten. Selbst wenn er nur ein paar Blumentöpfe auf dem Balkon groß ist. Das Team bei DIGA® Die Gartenmessen weiß das natürlich und hat unter dem Motto „Einkaufen – Bummeln – Genießen“ vom 31. Juli bis 2. August auf der Rennbahn Iffezheim das passende Messeangebot für alle Gartenbegeisterten zusammengestellt.

- Grüne Lebensart „live“ erleben!

„DIGA® Die Gartenmesse bietet grüne Lebensart und ein Pflanzenparadies mit ganz besonderem Ambiente“, sagt Veranstalter Dieter Maier von der SüMa Maier GmbH in Rheinfelden am Hochrhein. „Unser Messeformat ist seit über 20 Jahren bewährt, und für die Veranstaltung Anfang August in Iffezheim haben wir wieder ein spannendes Portfolio mit zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellerinnen und Ausstellern zusammengestellt!“ Abgerundet wird das Angebot durch einen großzügigen In- und Outdoor-Gastro-Bereich, der mit dem besonderen Ambiente des Iffezheimer Rennbahngeländes und zahlreichen kulinarischen Angeboten der Aussteller zum Verweilen und Genießen einlädt.

Die Besucherinnen und Besucher können sich auf neueste Garten- und Pflanzentrends, inspirierende Tipps und Themenwelten von den Ausstellern und hilfreiche Neuheiten aus dem Bereich Gartentechnik und Gartenmöbel freuen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der aktuellen DIGA® auf dem Thema Vielfalt und Auswahl: Von duftenden Rosenstöcken, prachtvollen und farbenfrohen Stauden über Zier- und Wasserpflanzen bis hin zu Blumenzwiebeln, Samen und Heilkräutern reicht das Angebot. Beratung zu natürlichem Pflanzenschutz, DIY-Ideen und Hilfe bei der Gartenplanung sind inklusive.

Auch Möbel und kunstvolle Objekte für Garten und Terrasse kommen nicht zu kurz: Von hochwertigen Edelstahlgrillkaminen und Himmelsliegen bis zu ausgefallenen Skulpturen, Vogelhäusern oder Wasserspielen – hier wird grüne Lebensart lebendig. Die vertretenen Fachfirmen informieren professionell zu Terrassendächern, Sonnenschutz, Sichtschutzlösungen, Markisen, Steinteppichen und vielem mehr. Mit dabei sind zahlreiche Anbieter rund um Gartentechnik, Möbel, Dekoration und Accessoires. Ob moderne Gestaltung oder naturnaher Rückzugsort – hier findet jeder Besucher neue Ideen für das eigene grüne Paradies daheim: „Wer aus seinem Garten eine echte Wohlfühloase schaffen will, ist bei uns in guten Händen“, so Dieter Maier.

INFO
21. DIGA® Die Gartenmesse auf der Rennbahn Iffezheim
31. Juli bis 2. August 2026
täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr
Tageskasse öffnet 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
Letzter Einlass 30 Minuten vor Veranstaltungsende.
Hunde sind auf dem Veranstaltungsgelände willkommen.
Bitte führen Sie diese durchgehend an der Leine.

Anfahrt/Parken/Eintritt:
Parkgelände Rennplatz
Rennbahnstr. 16
76473 Iffezheim
Kostenlose Parkplätze direkt am Messegelände

Eintritt (ausschl. Tageskarten): 7,- € (Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen sind frei)

Weitere Messetermine, Infos und Veranstalter:
SüMa Maier Veranstaltungs-GmbH
Peter-Krauseneck-Str.12
79618 Rheinfelden
Tel. 07623741920
E- Mail: info@suema-maier.de
Web: www.suema-maier.de
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Verschiedenes 
 
 
Lust aufs Land: Brotweg Yach
Zwischen dicht bewaldeten Bergen im südlichen Schwarzwald erstreckt sich das Yach-Tal, wo auf zahlreichen Höfen bis heute uralte Backtradition gepflegt wird. Verbunden sind sie über den rund zwölf Kilometer langen Brotweg. Er verläuft entlang klarer Bäche, durch wilde Wälder und saftige Bergwiesen und gewährt herrliche Ausblicke ins Grüne. Zur Stärkung können Aktive im Schneiderhof einkehren. In familiärer Atmosphäre werden hier zum hausgemachten Holzofenbrot Vesperplatten mit traditionellem Schinkenspeck, Bibeleskäs und Apfel- oder Beerenmost serviert. Besonders lohnt sich ein Stopp am jeweiligen Backtag, wenn das Brot frisch aus dem Ofen auf den Tisch kommt.
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Veranstaltungen 
 
Thema Kopf hoch ! Kieser für einen starken Nacken
(c) Kieser Training
 
Thema Kopf hoch ! Kieser für einen starken Nacken
Vortrag am Dienstag, den 04.08.2026 um 18:30 Uhr
bei Kieser Training Freiburg

Vom verspannten Nacken bis zum nächtlichen Zähneknirschen - Funktionsstörungen der Halswirbelsäule haben viele Folgen. Gezieltes Nackentraining stärkt die Funktionen. Lernen Sie die oberen und unteren Abschnitte der Halswirbelsäule zu unterscheiden damit sie schmerzfrei den Kopf oben halten können.

Kieser Freiburg
Grünwälderstr. 10-14
79098 Freiburg
Telefon: 0761 271350

Kommen Sie gerne vorbei - eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Grüne Quellen 
 
 
Dach der katholischen Filialkirche Heilig Kreuz in Scheinfeld wird renoviert
In den Jahren 1766 und 1767 aufgrund eines Gelübdes des damaligen Schlossherrn errichtet

Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 16. Juli 2026 um 10.00 Uhr überbringt Herbert van Beek, Ortskurator Bamberg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 17.000 Euro für Renovierungsarbeiten am Dach und der Dachkonstruktion der katholischen Filialkirche Heilig Kreuz in Scheinfeld Erlabronn an Pfarrer Josef Maria Michael. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Die Filialkirche Heilig Kreuz in Erlabronn wurde in den Jahren 1766 und 1767 aufgrund eines Gelübdes des damaligen Schlossherrn errichtet. Mit ihrem rechteckigen Langhaus und dem eingezogenen, halbrund geschlossenen Chor folgt sie einem für die Zeit gängigen Bauschema.

Besonders auffällig ist die nach Süden ausgerichtete Hauptfassade. Eckpilaster, Natursteinrahmungen, Rundbogennischen und ein geschwungener Volutengiebel verleihen dem Bau eine reiche ländlich-spätbarocke Gestaltung. Über dem Dach erhebt sich ein Dachreiter mit Zwiebelhaube.

Hervorzuheben ist zudem die reich ausgestattete Innenausstattung der Kirche. Besonders die Altäre in üppigen Spätrokokoformen sowie die frühklassizistischen Kreuzwegstationen ragen hervor. Insgesamt handelt es sich um eine bemerkenswerte Votivkirche, die eine eher handwerklich geprägte Architektur mit einer reichen Ausstattung verbindet und damit ein Dokument der Volksfrömmigkeit am Ende der Barockzeit darstellt.

Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 680 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Bayern gefördert hat.
 
 

Verschiedenes 
 
Friedvolle Felsen: Belchen, Kandel und Co.
Schwarzwaldberge und Belchen (c) TMBW / Achim Mende
 
Friedvolle Felsen: Belchen, Kandel und Co.
Der Belchen ist mit 1.414 Metern zwar nur der vierthöchste Berg im Schwarzwald. Dafür verfügt er über eine besonders geheimnisvolle und ruhige Ausstrahlung. Die Kelten bezeichneten den markanten Berg bei Münstertal als „den Strahlenden“ und schrieben ihm mystische Kräfte zu. Von dem glatten Buckel aus genießt man großartige Aussichten über den Schwarzwald und ins Rheintal. Dichter Johann Peter Hebel resümierte daher: „Der Belchen ist die erste Station zwischen Himmel und Erde.“ Als weitere steinige Kraftorte im Schwarzwald gelten auch die Giersteine bei Forbach im Murgtal, der Kandel bei Waldkirch und der Blößling westlich von Bernau.
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Verschiedenes 
 
 
Rahmenplan Zähringen: Der Siegerentwurf steht fest
Jury entscheidet sich für Ideen der Arbeitsgemeinschaft aus AG Freiraum, K9 Architekten und Dörr Architekten

Freiburg. Eine Fläche, die für Bildung, Sport und Freizeit genutzt werden kann – das soll es künftig in Zähringen geben. Seit heute steht der Siegerentwurf für das Rahmenplangebiet fest. Drei Planungsbüros haben jeweils drei Entwürfe für die zukünftige Entwicklung des Gebiets erarbeitet und vorgestellt. Gewonnen hat die Planungsgruppe aus AG Freiraum, K9 Architekten und Dörr Architekten. Sie werden den Rahmenplan und die Entwicklungsstudien nun weiter ausbauen, finalisieren und im Herbst in Zähringen ausstellen.

Der Siegerentwurf legt seinen Schwerpunkt auf die Nutzungsmischung rund um die ehemalige Gärtnerei Hügin. Dort sollen Vereinsaktivitäten gebündelt und mit öffentlicher Freiraumnutzung, Bildung und Integration verbunden werden. Die Jury lobt dabei besonders die flexible Anpassung von Sport-, Bildungs- und Freiflächen.

Bereits gestern haben die Planungsbüros ihre Entwürfe in einem so genannten Akteursdialog vorgestellt. Dieser setzte sich aus Vertreter*innen der Planungsbüros Faktor Grün, Studio Stadtlandschaften und der Planungsgruppe, sowie aus Akteur*innen des Stadtteils, Vereinsvertretungen, zufällig ausgewählten Bürger*innen und der Stadtverwaltung zusammen, die alle ihre Perspektiven einbrachten.

Der Freiburger Norden ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit dem Güterbahnhofareal und weiteren künftig erschlossenen Gebieten im Norden von Zähringen werden dort langfristig mehr Menschen leben. Das hat auch Auswirkungen auf die sozialen Infrastrukturen, zum Beispiel Schulen, Kitas, Sportvereine sowie Spiel- und Sportflächen. Die bereits jetzt begrenzte öffentliche Fläche muss daher gut zwischen den unterschiedlichsten Bedürfnissen aufgeteilt werden. Der Rahmenplan

Zähringen hat deshalb das Ziel, die vorhandenen Flächen für eine nachhaltige Innenentwicklung zu prüfen und konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese genutzt werden können. Dazu gab es im Vorfeld bereits eine Online-Beteiligung und einen Stadtspaziergang, bei denen alle Bürger*innen ihre Ideen zur zukünftigen Flächenentwicklung einbringen konnten.

Die Fläche mit besonders großem Potenzial für die Innenentwicklung liegt zentral im Rahmenplangebiet an der Lameystraße, westlich der Gleise der Rheintalbahn. Dort befinden sich der Friedhof Zähringen, der Zähringer Park, das ehemalige Thermalbad, das Bürgerhaus und die Jahnhalle, die ehemalige Gärtnerei Hügin sowie die Flächen des Sportvereins TSV Alemannia Freiburg-Zähringen. Das Rahmenplangebiet umfasst aber auch weitere potenzielle Entwicklungsflächen und angrenzende Bereiche, die für die künftige Innenentwicklung und die soziale Infrastruktur relevant sind.

Mit der Auswahl des Siegerentwurfs startet nun die zweite Phase der Mehrfachbeauftragung: Die Arbeitsgemeinschaft wird den ausgewählten Entwurf unter Berücksichtigung der Anmerkungen aus dem Akteursdialog, der Rückmeldungen der Jury, der bisherigen Beteiligungsergebnisse sowie der fachlichen Vorgaben weiterentwickeln. Auch die Entwicklungsstudien sollen finalisiert und eine Kostenschätzung aufgestellt werden. Zudem erarbeitet das Büro Optionen für Bauabschnitte und Zwischennutzungen. Die Beiträge aus der Online-Beteiligung, dem Stadtspaziergang sowie der Kinder- und Jugendbeteiligung fließen weiterhin in die Überarbeitung ein.

Im Herbst ist dann eine Ausstellung in Zähringen geplant, bei der der ausgearbeitete Entwurf und die Planung gezeigt werden. Alle Informationen zum Rahmenplan Zähringen und die Ergebnisse der Online-Beteiligung gibt es online.
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Verschiedenes 
 
Nach Instandsetzung: Alte Schule Bühl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Immenstadt-Bühl: Alte Schule (c) DSD / Hermann Hagspiel
 
Nach Instandsetzung: Alte Schule Bühl wird als neues Dorfzentrum eröffnet
Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die Sanierung mit 100.000 Euro gefördert

Es ist das Ergebnis von sechs Jahren Planung, Sanierung und ehrenamtlichem Engagement: Am Freitag, den 17. Juli 2026, um 18.00 Uhr wird die Alte Schule im Immenstädter Ortsteil Bühl feierlich wiedereröffnet. Das denkmalgeschützte Gebäude, das einst vom Abriss bedroht war, erhält damit eine neue Zukunft als Dorfzentrum und Treffpunkt für die Bevölkerung. An der Eröffnung nimmt auch Rudolf Amann, Ortskurator Augsburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), teil.

Die DSD hat die Instandsetzung der Alten Schule mit 100.000 Euro gefördert. Unterstützt wurden Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern. Möglich war die Unterstützung dank der privaten Spender der DSD und der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.

Mit den Arbeiten konnte ein Gebäude gesichert werden, das lange Zeit leer stand und dessen Erhalt zwischenzeitlich infrage stand. Fast wäre die Alte Schule in Bühl am Alpsee verschwunden. Das historische Gebäude sollte einem Neubau weichen, konnte jedoch durch das Engagement vieler Beteiligter bewahrt werden. Bei den Sanierungsarbeiten kam viel originale Bausubstanz wieder zum Vorschein. Unter späteren Bodenbelägen fanden sich historische Dielen, unter dicken Tapetenschichten entdeckten die Restauratoren originale Wandgestaltungen und Farbfassungen aus dem 19. Jahrhundert.

Errichtet wurde die Schule um 1867 als zweigeschossiges Schulgebäude mit Lehrerwohnung. Anlass für den Neubau waren die durch die königliche Schulvisitation beanstandeten Unterrichtsbedingungen im Ort. Das Gebäude entstand auf einem Grundstück der Pfarrei unmittelbar neben der Pfarrkirche St. Stephan sowie den Kapellen Maria Loreto und St. Anna. Bis zu 80 Schülerinnen und Schüler fanden damals im sogenannten Lehrzimmer Platz. Nach einem Brand wurde das Haus 1895 teilweise erneuert, 1914 folgte eine Erweiterung mit zwei zusätzlichen Klassenzimmern.

Die Alte Schule ist ein für das Allgäu typisches Schulgebäude des 19. Jahrhunderts. Besonders prägend sind die großflächigen Kastenfenster, die Fassaden mit den regionaltypischen Rundschindeln, die historischen Brettläden sowie die originale Ziegeldeckung. Auch im Inneren hat sich bemerkenswert viel Ausstattung erhalten, darunter das Jugendstiltreppenhaus, historische Holzböden, Wandtäfelungen und Innentüren. Die vielfältigen Ausstattungsdetails dokumentieren eindrucksvoll den Stellenwert, den Bildung im ländlichen Bayern bereits im 19. Jahrhundert besaß.

Bis 1972 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Nach Einstellung des Schulbetriebs hatte die Musikkapelle bis Ende der 1980-Jahre dort ihren Probenraum. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde die Alte Schule für Veranstaltungen wie Adventsmarkt, Martinsfest oder Jubiläumsfeiern genutzt.

Als dem denkmalgeschützten Schulgebäude 2020 der Abriss drohte, gründete sich der Freundeskreis Alte Schule Bühl mit Bürgern und Bürgerinnen, die bereit waren, Geld in die Hand zu nehmen, um dieses historische Kulturdenkmal zu erhalten und wiederzubeleben.

Die Alte Schule in Immenstadt-Bühl ist eines der mehr als 680 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Bayern fördern konnte.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Westbad: Große Arbeiten für kleine Wasserratten
- Nach der Reparatur der Starterbrücke beginnen die Arbeiten im Kinderbereich
- Schwimmhalle schließt ab Montag, 20. Juli
- Kinderbereich steht ab 2. Dezember wieder vollständig zur Verfügung

Freiburg. Nach der Reparatur der Starterbrücke zu Beginn des Jahres nimmt die Regio Bäder GmbH nun den Kinderbereich in der Schwimmhalle des Westbades in Angriff. Erneuert werden das Nichtschwimmer- und das Planschbecken sowie die angrenzenden Flächen. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 20. Juli. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die Schwimmhalle für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Schulen und Vereine können die Schwimmhalle bis zum Beginn der Sommerferien weiterhin nutzen.

Die vorübergehende Schließung dient der Sicherheit der Badegäste. Die Arbeiten verursachen zeitweise eine hohe Lärmbelastung. Dadurch könnten wichtige akustische Signale wie Hilferufe oder Notrufe im Beckenbereich nicht zuverlässig wahrgenommen werden.

Die reguläre Revision der Schwimmhalle wird deshalb vorgezogen. „Wir erneuern den Kinderbereich umfassend und verbinden die Arbeiten bewusst mit der anstehenden Revision. So nutzen wir die Schließzeit bestmöglich und vermeiden eine weitere vollständige Schließung der Schwimmhalle zu einem späteren Zeitpunkt“, sagt Oliver Heintz, Geschäftsleiter Freizeit- und Bäderanlagen.

Im Kinderbereich stehen umfangreiche Arbeiten an: Das Nichtschwimmerbecken wird neu gefliest. Am Planschbecken werden die technische Ausstattung und die Beleuchtung erneuert. Neue Wasserattraktionen werten den Bereich für die kleinen Besucherinnen und Besucher zusätzlich auf.

Die Schwimmhalle bleibt bis einschließlich Sonntag, 13. September, geschlossen. Die Wiederöffnung ist für Montag, 14. September, vorgesehen. Aufgrund des zusammenhängenden Bauablaufs und der erforderlichen Trocknungszeiten steht der Kinderbereich ab Mittwoch, 2. Dezember, wieder vollständig zur Verfügung.

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Die besten Plätze
Zur Mainau? Vielleicht. Wir lassen uns Zeit (c) TMBW / Gregor Lengler
 
Die besten Plätze
Zwei Freundinnen verbringen ein Wochenende am Bodensee mit Zelt, Kanu und dem schönsten Tempo der Welt: dem eigenen

Wenn das hier Camping ist, gemacht. Ich sitze vor dem Zelt, die Füße im Gras, Tee in der Hand. Der See liegt ruhig, fast unbewegt. Kein Straßenlärm, kein Zeitdruck – nur Vogelzwitschern, das schwappende Wasser am Ufer, weit draußen ein Ruderschlag. Luisa schläft noch. Ich genieße die Stille – und dass der Bodensee für diesen Moment nur mir gehört. Ich komme aus Hamburg. Wasser kenne ich – aber dort fühlt es sich anders an. Mehr Hafen, mehr Verkehr und ja, mehr Grau. Hier, am Westufer des Bodensees bei Konstanz, wirkt alles weicher. Die Geräusche, das Licht, sogar die Gedanken. Er ist mit 273 Kilometern Uferlänge der größte See Deutschlands. Dabei wirkt die Region mit ihren Weinbergen schon fast mediterran. Und das, obwohl man beim Schwimmen auf schnee­bedeckte Berggipfel blickt. Der See gibt dem Leben einen anderen Rhythmus. Und genau das macht Lust, loszugehen und die Gegend zu entdecken.

Wo der See den Ton angibt

Luisa und ich sind auf dem Naturcampingplatz in Litzelstetten. Unser Zelt ist nur ein paar Schritte vom Ufer entfernt und befindet sich auf einer kleinen Wiese. Ausgestattet ist es mit Holzboden, richtigen Betten, einer kleinen Veranda mit Stühlen – Glamping eben. Bei dem schönen Wetter frühstücken wir draußen: Es gibt Croissants, Aprikosen, Tee und Kaffee. Und der Ausblick ist einmalig. Links vom Zelt liegt ein kleiner Hafen, von wo aus immer wieder ­Segelboote und kleine Yachten starten und am Horizont vorbeiziehen. Vor dem Zeltplatz liegt die Blumeninsel Mainau, wie ein grüner Farbtupfer im blauen Wasser. Und rechts davon sind die weißen Gipfel der Alpen zu sehen. Der Anblick erinnert mich an ein Gemälde. Je länger ich hinschaue, desto mehr Details entdecke ich – aber aus der Entfernung wirkt alles dennoch wie ein stimmiges Ganzes. So langsam wärmt die Sonne das Gras unter meinen Füßen und ich lehne mich entspannt zurück. Auf dem Campingplatz wird es lebendig. Die ersten Gäste machen sich auf den Weg zum Ufer, um zu schwimmen. Das glitzernde Wasser wirkt schon früh am Morgen einladend. Aber Luisa und ich haben andere Pläne. Der Campingplatz liegt nicht nur in einem Naturschutzgebiet, sondern direkt am 260 Kilometer langen Bodensee-Radweg. Gegen Mittag schwingen wir uns also für eine Erkundungstour auf Leihräder. Erst führt der Weg unter dem Schatten der Baumkronen entlang, dann kommt ein offenes Feld, perfekt für eine Pause. Wir sind nicht die Einzigen, die unterwegs sind. Eine Rostgans überquert den Schotterweg mit ihren Küken, ein paar Meter weiter verschwindet eine­ Bachstelze mit Nistmaterial im Gebüsch. Immer wieder blitzt der blaue Bodensee durch das Laub hindurch – schon fast eine stille Einladung zur Abkühlung. Zurück am Platz reicht es mir nicht mehr, den See nur von Weitem zu sehen. Luisa zieht mit mir ein rotes Kanu ins frische Wasser. Vielleicht kann man bis zur Mainau fahren? Von den berühmten Gärten, Pfauen und dem Schloss sieht man vom Campingplatz aus natürlich nichts – vielleicht hilft eine Umrundung der Insel zu Wasser, denke ich und paddle los.

Einfach lospaddeln

Als ich am Schilfrand entlanggleite, kreuzt eine Blässhuhnfamilie meine Bahn, Libellen stehen in der Luft, kleine Fische huschen unter dem Kanu hindurch. Das Wasser ist klar, die Welt wird leiser. Ich merke schnell, wie wenig es braucht, um sich zu erholen – manchmal nur einen gleichmäßigen Ruder- schlag. Gelegentlich ziehe ich einfach das Paddel ein und lasse mich treiben. Am frühen Abend sitzen Luisa und ich am kleinen Strand des Campingplatzes. Die Füße im Kies, ein Bier in der Hand. Ein paar Boote gleiten noch über den See, zurück zum Hafen. Ohne Eile und angestrahlt von der tief stehenden Sonne. Mein erster Tag am Bodensee geht zu Ende. Ich bin erstaunt darüber, wie wohl ich mich fühle und wie vertraut alles wirkt – und gleichzeitig besonders. Der Anblick von Wasser, Bergen, Booten und Wiesen hat mich gepackt. Ob man sich daran je sattsehen kann? Luisa schaut zu mir rüber. „Und was machen wir morgen?“ Ich lasse den Blick lächelnd über das Panorama gleiten. „Wahrscheinlich wieder das Gleiche.“

Info-Kasten:

Der Naturcampingplatz Litzelstetten-Mainau liegt direkt am Bodenseeufer. Es gibt Stellplätze, Glamping-Zelte mit Betten und Sofas, einen Kiosk und viel Ruhe. Und die Aussicht zur Insel Mainau gibt es gratis dazu. Weitere Campingplätze unter camping-bw.de
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Sattelglück für Groß und Klein: Urlaubsreiterhof Trunk in Reckerstal
Das Glück liegt bekanntlich auf dem Rücken der Pferde. Diejenigen, die es in den Ferien finden möchten, können auf dem Urlaubsreiterhof im Lieblichen Taubertal einchecken. Ob Einsteigerin oder Profi, ob auf dem Schulpferd oder dem eigenen Ross: Alle sind bei Alexander Trunk und seinem Team herzlich willkommen. Auf gute alte Reiterart kann man die Abende zusammen am Lagerfeuer verbringen, denn Gemeinschaftsleben wird hier großgeschrieben. Ausflüge in die nähere Umgebung mit der Solymar-Therme, Europas artenreichstem Wildtierpark oder Schloss Weikersheim bieten Abwechslung.
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Blütezeit der tropischen Seerosen in der Wilhelma
Tropischen Seerosen in voller Blüte. © Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
 
Blütezeit der tropischen Seerosen in der Wilhelma
Sommerliches Farbenspiel am Seerosenteich

In den kommenden Wochen zeigt sich einer der stimmungsvollsten Orte der Wilhelma von seiner schönsten Seite: Der Seerosenteich im Maurischen Garten erreicht seine Hochblüte. Um die 40 unterschiedliche Arten und Sorten von Seerosen verwandeln das 650 Quadratmeter große Wasserbecken in ein buntes Blütenmeer.

Das Besondere: Nicht alle von ihnen blühen gleichzeitig. Während die Nachtblüher ihre meist weißen oder rosafarbenen Blüten bereits am späten Nachmittag öffnen und bis in den Vormittag hinein geöffnet halten, übernehmen anschließend die Tagblüher mit ihren gelben und blauen Farbtönen. Wer den Seerosenteich zu unterschiedlichen Tageszeiten besucht, erlebt daher immer wieder ein anderes Bild.

Etwas später als bei den Seerosen setzt die Blüte des Indischen Lotos ein. Bis weit in den September hinein setzt die Wappenpflanze der Wilhelma am Rande des Seerosenteichs farbenprächtige Akzente. Einen weiteren Blickfang bilden die Viktorien, die Riesenseerosen aus dem Amazonasgebiet. Ihre runden Schwimmblätter können einen Durchmesser von mehr als zwei Metern erreichen und erinnern an Wagenräder. Ebenso faszinierend sind ihre Blüten: Sie öffnen sich am Abend zunächst in strahlendem Weiß. Bestäubende Käfer werden von Duft und Wärme angelockt und verbringen die Nacht im Inneren der Blüte. Erst am folgenden Abend öffnet sie sich erneut – nun rosafarben –, bevor sich der Lebenszyklus dieser einzelnen Blüte beendet.

Gärtnermeister Achim Bauer-Henriques und sein Team pflegen die tropischen Wasserpflanzen während der gesamten Saison. Damit die Seerosen ihre volle Pracht entfalten können, werden verwelkte Blätter regelmäßig entfernt und besonders stark wachsende Pflanzen zurückgeschnitten. Dafür steigen die Gärtnerinnen und Gärtner zwei bis dreimal pro Woche in das bis zu 30 Grad warme Wasser des Beckens. Gefüllt ist der Seerosenteich mit rund 800.000 Litern Mineralwasser aus der historischen Quelle im Maurischen Garten.

Nicht nur die Besucherinnen und Besucher schätzen den Seerosenteich. Auch heimische Tiere profitieren von diesem besonderen Lebensraum. Selbst Graureiher nutzen die riesigen Blätter der Viktorien gelegentlich als Ansitz. Zwischen den Schwimmblättern der Seerosen bauen Teichrallen regelmäßig ihre Nester und ziehen dort ihren Nachwuchs auf. Die auf der Roten Liste von Baden-Württemberg mittlerweile als gefährdet geltende Art ist in der Wilhelma ein regelmäßiger Brutvogel.

Die Wilhelma kann nicht nur mit den Viktorien als einigen der größten Vertreter der Seerosenwelt aufwarten – sondern auch mit der kleinsten: Bereits vor einem Jahr ist hinter den Kulissen die Nymphaea thermarum eingezogen. Ihre Blüten sind gerade einmal so groß wie eine 1-Cent-Münze. Seit Frühjahr 2026 ist die winzige Seerose in der Historischen Gewächshauszeile in der Sonderausstellung „Afrikanische Landschaften“ zu sehen. Die aus dem Südwesten Ruandas stammende Art galt seit 2008 als in der Natur ausgestorben, konnte aber in botanischen Gärten erfolgreich kultiviert werden. In ihrem natürlichen Lebensraum wurde die Art seit 2023 an zwei Standorten wiederentdeckt – dennoch erstreckt sich ihr gesamtes Verbreitungsgebiet auf nur 4 km². Damit handelt es sich nicht nur um die kleinste, sondern auch um eine der seltensten Seerosen der Welt.

zum Bild oben:
In der Wilhelma stehen die tropischen Seerosen in voller Blüte.
© Wilhelma Stuttgart/Birger Meierjohann
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EU-Emissionshandel
CO₂-Preissignal stärken statt verwässern

Ober: Klimaneutralität braucht verlässlichen Investitionskompass

Berlin - Anlässlich der Überprüfung des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS 1) fordert der NABU, den Emissionshandel konsequent auf das Ziel der Klimaneutralität auszurichten. Der ETS-Review dürfe nicht dazu genutzt werden, das CO₂-Preissignal zu verwässern oder kurzfristigen industriepolitischen Interessen nachzugeben. Stattdessen brauche Europa einen verlässlichen und ambitionierten Emissionshandel, der Investitionen in klimafreundliche Technologien gezielt anreizt.

„Der CO₂-Preis ist der Investitionskompass für die klimaneutrale Industrie“, sagt Dr. Steffi Ober, Teamleiterin Transformation beim NABU. „Unternehmen investieren nur dann Milliarden in neue Produktionsverfahren, wenn sie darauf vertrauen können, dass Emissionen dauerhaft ihren Preis haben. Wer das Preissignal politisch verwässert, bremst die Transformation.“

Der europäische Emissionshandel hat sich als zentrales Instrument zur Emissionsminderung in Industrie und Energiewirtschaft etabliert. Die Erwartung steigender CO₂-Preise hat Investitionen in emissionsarme Technologien wirtschaftlich attraktiver gemacht. Diese Lenkungswirkung müsse der ETS-Review stärken – nicht schwächen.

„Europa steht im globalen Wettbewerb um die Technologien der Zukunft“, so Dr. Ober weiter. „Wer heute etwa in klimaneutrale Chemie oder Carbon-Management-Technologien investiert, braucht Planungssicherheit über Jahrzehnte. Das ETS muss deshalb eine klare Botschaft senden: Emissionen werden teurer, klimafreundliche Technologien rechnen sich.“

Der NABU erkennt die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen vieler Industrieunternehmen an. Wir müssen unsere Industrie durch einen funktionierenden CBAM und wirksame Handelsschutzinstrumente gegen Wettbewerbsverzerrungen schützen und durch industriepolitische Maßnahmen in der Transformation begleiten. Gleichzeitig sei es umso wichtiger, die ETS-Einnahmen konsequent für die Transformation aufzuwenden, anstatt damit Haushaltslöcher zu stopfen. In einer Phase hoher Investitionsbedarfe würde eine Verwässerung des CO2-Preises viele Milliarden an Auktionserlösen kosten und ein Zweckentfremden von ETS-Einnahmen entscheidende Mittel aus der Transformation abziehen.

„Der ETS-Review ist eine Bewährungsprobe für die europäische Klimapolitik“, erklärt Dr. Ober. „Wenn Europa Klimaneutralität ernst meint, muss es den Emissionshandel als Investitionskompass stärken. Ein starkes CO₂-Preissignal schafft Investitionssicherheit, beschleunigt Innovationen und stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit Europas.“
 
 



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